5 Hemmnisse, warum KI Projekte oft scheitern und was wirklich hilft!
Shownotes
Wenn man mit Unternehmen über Künstliche Intelligenz spricht, hört man oft große Visionen – und sieht dann Proof-of-Concepts, die irgendwo zwischen Angst und Excel verloren gehen.
Die Wahrheit ist: Es sind nicht die Algorithmen, die KI scheitern lassen – es sind wir selbst.
In dieser Folge schaue ich zusammen mit Alex Dickmann auf die 5 größten Hemmnisse, die Unternehmen davon abhalten, AI wirklich in der Praxis anzuwenden.
Alex hat mit dem AI Village in Hürth einen Ort geschaffen, bei dem genau diese Hürden überwunden werden sollen – mit echten Projekten und echtem Fortschritt.
Wie KI wirklich wirkt - Klar. Kritisch. Inspirierend. Raise the Potential.
Alle Links zur Episode: https://www.taod.ai/
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00:00:00: KI ist momentan in aller Munde. Mein LinkedIn-Stream ist voll davon und auf jeder Konferenz wird
00:00:09: gefühlt über nichts anderes gesprochen als über KI. Wenn Mitarbeiter in ihre Unternehmen
00:00:14: hineingucken, sehen sie aber oft gar nicht so viel oder vielleicht sogar noch gar nichts.
00:00:18: Ist das normal? Ist das in allen deutschen Unternehmen so? Ist die Technologie noch nicht
00:00:23: soweit oder sind die Menschen noch nicht soweit? Wie ist eigentlich der Status von AI in Deutschland?
00:00:30: Und damit willkommen zu AI & Why - Business Talks. Heute mit Alex Dickmann, der mit dem AI-Village in
00:00:37: Hürth ein Ort geschaffen hat, wo genau diese Hürden bei der Einführung von AI überwunden
00:00:45: werden sollen und jemand, der am allerbesten weiß, wie es tatsächlich in deutschen Unternehmen um das
00:00:50: Thema AI bestellt ist. Hallo, Alex. Ja, hallo, vielen Dank für die Einladung. Alex, ich sitze
00:00:57: heute mit jemandem hier zusammen. Ich fühle mich ganz unprofessionell, der eine Erfahrung vor
00:01:02: dem Mikrofon hat. Du hast früher Campus Radio gemacht. Ja, tatsächlich. Das ist dann jetzt
00:01:06: auch schon zehn Jahre her. Aber genau, ich habe Kommunikationswissenschaften bzw. Kommunikations-
00:01:11: Management nennt sich das Ganze studiert und habe dann da über fünf, sechs Semester Radio gemacht,
00:01:16: regelmäßig mit einem Kumpel zusammen. Haben wir vor dem Mikrofon gestanden und shows moderiert,
00:01:22: lokale Bands Interview in die Innenstadt gegangen und über irgendwie lokale Themen gesprochen,
00:01:27: was die Studis interessiert, wenn die nächste Hochschulpati war oder ähnliches. Genau,
00:01:32: das auf so einem Bürgerradio damals gesendet. Cool. Aber heute machst du was völlig anderes. Du
00:01:36: leitest nämlich, dass AI-Villagen Hürt vom KI Bundesverband und hilfst dort deutschen Unternehmen,
00:01:43: Mittelständlern, großen Konzernen, aber auch kleinen Unternehmen bei der Einführung von KI in
00:01:50: ihrem Unternehmen. Was würdest du sagen, gibt es ein Unternehmen in Deutschland, was ein bisschen
00:01:56: Vorbild ist, AI Vorreiter? Die gibt es auf jeden Fall. Also es gibt viele Unternehmen oder zumindest
00:02:04: einige Unternehmen, die schon relativ viel machen in dem Bereich. Ganz grundsätzlich sehen wir,
00:02:09: je größer ein Unternehmen ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass KI auch irgendwie
00:02:12: schon angenommen wird. Sicherlich zu nennen, die ganze Schwarz Gruppe, also der Lidl-Gründer mit
00:02:19: seinen Ausgründungen dabei, wo extrem viel passiert in dem Bereich. Kontinental hört man
00:02:24: immer wieder, dass die relativ gute Arbeit da auf jeden Fall machen, viele KI-Produkte auch schon
00:02:30: eingeführt haben beispielsweise. Genau, da sehen wir einfach, es gibt durchaus schon einige Unternehmen,
00:02:35: was uns natürlich fehlt hier in Deutschland, ist so ein KI-Only-Unternehmen oder vielleicht auch
00:02:40: Digital Only-Unternehmen. Wir haben kein Microsoft, wir haben kein Google, wo jetzt eben auch in dem
00:02:45: Maßstab in der Größe eigene Modelle beispielsweise trainiert werden. Wie schätzt du denn generell
00:02:51: so den AI-Zustand in deutschen Unternehmen ein? Du sagst gerade, okay, es gibt da so 2, 3, 4, 5
00:02:57: Vorreiter, wie ist das so in der breiten Masse? Ja, wir sehen schon auch, dass es eine sehr neue
00:03:02: Technologie ist. Wenn man sich die Zahlen anschaut, dann geben so 15 bis 20 Prozent der Unternehmen
00:03:07: in Deutschland aktuell an, KI einzusetzen. Da wird aber häufig gar nicht nachgefragt, welche
00:03:12: KI denn? Und nur weil ich jetzt mal ein Chatboard auf meiner Website habe, habe ich jetzt vielleicht
00:03:17: noch nicht wirklich KI in meinen Arbeitsalltag integriert. So, dass wir da doch schon sehen,
00:03:22: da gibt es noch einen ziemlich hohen Nachholbedarf. Gleichzeitig aber, das Thema / Interesse am Thema
00:03:28: ist extrem groß. Das merken wir einerseits auch hier wieder in Befragungen, wo man einfach weiß,
00:03:33: hey, die Deutschen nutzen sehr viel, vor allen Dingen diese Sprachmodelle. Das merken wir aber
00:03:37: auch in unserer alltäglichen Arbeit. Was ist das AI Village gerade angesprochen. Wir haben viele
00:03:41: Veranstaltungen zu dem Thema, wo wir Unternehmer und Unternehmerinnen einladen, aber auch einfach
00:03:46: Bürgerinnen von der Straße und die Leute kommen und haben Interesse am Thema und möchten sich
00:03:51: damit auch auseinandersetzen. Das ist auf jeden Fall da, aber es gibt sicherlich einfach ein paar
00:03:55: Hürden, die dann dem noch um Wege stehen, um es dann auch umzusetzen. Da sehen wir auch in den
00:04:00: Unternehmen, das Interesse ist riesig, ohne Frage. Auch wir bekommen viele Anfragen in diese Richtung
00:04:05: natürlich. Wenn wir uns, du hast es gerade schon gesagt, es gibt 20 Prozent der Unternehmen, die
00:04:11: das einsetzen tatsächlich. Was wir viel sehen, ist viel noch Proof of Concept, MVP Phase. Kannst
00:04:17: du das bestätigen? Ja, auf jeden Fall. Ich glaube, das Bild ist divers. Auch hier wieder, wir sehen die
00:04:24: Unternehmen oder einige Unternehmen, die das Thema vielleicht schon ein bisschen strategisch aufgegriffen
00:04:28: haben oder gerade dabei sind, das strategisch zu verankern. Die schauen jetzt gerade, wo kann ich
00:04:33: was einsetzen, was möchte ich machen und so. Das ist aber natürlich ein längerfristiger Prozess. Ein
00:04:38: Beispiel, wir haben hier mit einem Autohersteller, einem außereuropäischen Autohersteller hier aus
00:04:43: Köln gesprochen, die hier in den Sitz haben und die haben gesagt, wir sind mal in unsere Abteilungen
00:04:47: reingegangen und haben mal gefragt, welche Herausforderung gibt es eigentlich und wie kann
00:04:51: KI da vielleicht bei helfen? Und die haben dann einfach einen Use Case-Katalog identifiziert. 100
00:04:56: Anwendungen oder über 100 Anwendungen hat er gesagt. Die könnten wir jetzt einführen. Eher aus der IT-Abteilung
00:05:00: hat aber gar keine Ahnung, welche macht am meisten Sinn, wie schwierig wird es auch sein, die umzusetzen
00:05:05: beispielsweise. Und die haben eigentlich ein Problem jetzt gerade zu identifizieren. Wie kann ich das
00:05:08: tatsächlich auch eben in die Umsetzung bekommen? Und auf der anderen Seite habe ich Unternehmen und
00:05:13: mit denen sprechen wir vor allen Dingen dann häufig auch so den klassischen Mittelständler,
00:05:17: viele kleinere Unternehmen auch, die halt sagen, ich habe jetzt mal was von ChatGBT in der Zeitung
00:05:22: gelesen, mein Sohn hat vielleicht da mal mit rumprobiert oder so. Jetzt müssen wir das auch machen und
00:05:27: dann ist so die klassische Anfrage, wir brauchen jetzt den Chatbot auf unserer Website, wo man dann
00:05:32: einfach sagen muss, na ja, wer kommt denn auf eurer Website? Ihr seid irgendwie Zulieferer für
00:05:36: Automobil, ihr habt nur drei Lieferanten selbst, ihr habt drei Kunden, die kennt ihr ganz gut. Ihr
00:05:43: braucht diesen Chatbot nicht. Und den muss man dann häufig auch noch mal erzählen, was gibt es
00:05:47: eigentlich in der Technologie und was kann ich mit der Technologie auch anderes machen, wenn ich also
00:05:51: diesen Chatbot vielleicht intern einsetze, für meine Mitarbeiter im Wissensmanagement, dann habe
00:05:56: ich da vielleicht eine Lösung geschaffen, die mir weiterhelfen kann. Und das ist das, was wir dann
00:06:00: häufig auch bei uns machen. Du hast jetzt gerade dieses Beispiel gebracht von dem Automobilzulieferer
00:06:05: und hast gesagt, die versuchen das ein bisschen strategisch hat zumindest schon anzugehen, indem
00:06:11: sie eben Use Cases identifizieren. Ist das das, was du Unternehmen empfehlen würdest als AI Strategie
00:06:17: auch, dass man einfach Use Cases identifiziert? Oder ist das was, was noch viel höher angesiedelt
00:06:23: werden muss oder sich vielleicht auch auf das eigene Geschäftsmodell bezieht? Ja, ab einem
00:06:28: bestimmten Punkt ja, dann muss ich da strategischer dran gehen. Ich muss kann, muss mir die Frage
00:06:32: stellen, wie ändert das mein Geschäftsmodell? Gerade zum einen steht ja, wenn wir haben eine
00:06:37: neue Technologie, ist es glaube ich aber auch wichtig, so Quick Wins mitzuholen. Also wirklich
00:06:42: einfach mal Sachen umzusetzen, weil Technologie klar ist eine Herausforderung, aber ich glaube,
00:06:47: eine Technologie einzuführen und gerade KI ist jetzt soweit, dass wir sie auch einführen
00:06:52: können, trifft dann häufig auf Menschen. Und die muss ich mitnehmen, die muss ich
00:06:56: für das Thema begeistern. Mir bringt das gar nichts, ein sehr gutes Produkt oder eine
00:07:00: Lösung einzuführen, wenn am Ende meine Mitarbeiter das Ganze dann nicht nutzen. Und da ist es
00:07:05: eben wichtig, die mitzunehmen und deswegen das Wichtige, sie zu fragen, welche Herausforderungen
00:07:09: hast du denn? Welches Thema stört dich gerade ganz besonders bei der Arbeit und können wir
00:07:14: hier nicht irgendwie dabei helfen? Um hier vielleicht ein Beispiel zu nennen, ich war
00:07:18: vor ein paar Wochen offener Veranstaltung, wo Mitgliedsunternehmen von uns vorgestellt
00:07:23: hat, die machen sehr viel mit Computer Vision, also KI, die Sachen automatisch erkennen
00:07:27: kann, bildlich erkennen kann. Und die haben zusammengearbeitet mit den Produzenten von
00:07:31: so kleinen Metallclips, die sehen wir an, so Verpackungen beispielsweise, vor allen Dingen
00:07:36: für Wurstverpackungen ist das, sind oben so ein kleiner Metallclip drauf, die sind da
00:07:39: Weltmarktführer, es gibt weltweit kein anderen, ein super spezielles Produkt. Und in der
00:07:44: Produktion ist es so, die werden auf so Spulen, auf so Rollen geladen und da sind dann fünf
00:07:49: Lagen drauf und das muss am Ende durch eine Sichtprüfung durch. Das heißt, da sitzt
00:07:53: ein Mitarbeiter, das ist insgesamt ein Team von fünf Leuten und diese fünf Leute müssen
00:07:57: einmal die Woche vor diesem Bildschirm sitzen und machen acht Stunden, quasi nichts anderes
00:08:01: als zu schauen, passt die Spule oder ist da was abgewickelt, fällt was runter und ähnliches.
00:08:06: Das ist natürlich ein Super-Eye-Case. Ja, und das ist einfach ein Case, wo auch die Mitarbeiter
00:08:09: sagen, es ist der schlechteste Tag in der Woche, wenn ich diese Aufgabe machen muss,
00:08:13: ich habe doch eigentlich ganz andere Sachen zu tun. Und da haben sie eben eine Bilderkennung
00:08:17: mit drauf laufen lassen, die das Ganze jetzt auch besser erkennt als tatsächlich die Mitarbeiter,
00:08:21: weil die zum Teil dann Sachen gar nicht sehen, weil sie auch nur ganz kurz mal drauf gucken,
00:08:25: die KI erkennt das relativ zuverlässig und kann das Ganze dann eben durchlaufen lassen.
00:08:28: Du hast gerade was ganz Entscheidendes zu Beginn deiner Antwort angesprochen. Es sind nämlich
00:08:33: am allermeisten die Menschen, die das Problem bei der Einführung von AI sind. Gerade wenn
00:08:39: wir in den LinkedIn-Stream reingucken, sehen wir, wie weit die Technologie schon ist, was
00:08:43: die alles schon kann. Und es ist jetzt eher die Frage, wie bekomme ich diesen Change-Prozess
00:08:47: hin, wie kriege ich die Leute mitgenommen. Und wir haben vorher schon mal miteinander
00:08:53: gesprochen und haben, ich habe dich gefragt, glaubst du, was sind die fünf oder zehn? Wir
00:08:59: sind auf fünf gekommen. Wichtigsten oder größten Hemmnisse, wenn wir sehen, die Technologie
00:09:05: ist so weit, aber es ist trotzdem noch nicht so weit im Unternehmen, woran liegt das? Und
00:09:09: ein Punkt, den du zu aller, allererst genannt hast, ist das Thema Angst tatsächlich vor
00:09:13: der Technologie. Ich habe letztlich ein Interview mit Sam Edmann gesehen und er wurde gefragt,
00:09:22: wie würdest du deinem Kind am ersten AI erklären? Und seine Antwort war, er hat gesagt, ich würde
00:09:31: am ersten sagen, es ist eine neue Lebensform. So, und das kann einem natürlich, wenn man
00:09:37: das so hört, aber ganz schön Angst machen, finde ich tatsächlich. Was würdest du sagen,
00:09:41: was ist die beste Erklärung für eine AI? Ist das eine neue Lebensform oder sind das
00:09:45: am Ende doch nur dumme Algorithmen? Ja, ich glaube, es sind keine dummen Algorithmen mehr,
00:09:50: es sind sehr clevere Algorithmen, aber es sind am Ende immer noch Algorithmen. Ich glaube,
00:09:55: und da kommen wir fast schon in so philosophische Fragen, was sind eigentlich Lebensformen natürlich,
00:10:00: aber ich glaube, uns unterscheidet dann doch noch einiges von einer KI von Algorithmen,
00:10:05: das ist Mathematik, clevere Mathematik, sehr fortgeschrittene Mathematik, aber am Ende ist
00:10:11: es das und ich glaube, bleibt es dann auch und dann kommen wir auf die Frage, was ist
00:10:13: vielleicht eine Seele oder so, weil wie gesagt, das wird jetzt sehr philosophisch. Was ich
00:10:18: glaube, unsere Vorstellung von KI ist sehr stark geprägt von dem, was wir sehen und
00:10:23: was schauen wir, wir schauen Filme, Serien, die kommen aus Hollywood, ja. Ich bin jetzt
00:10:28: seit knapp vier, fünf Jahren in dem Bereich unterwegs und da war es noch so, wenn wir
00:10:32: Menschen das erklärt haben, das erste, was kam beim Thema KI war der Terminator. Das ist das,
00:10:37: was wir alle kennen. Da kommt der Roboter aus der Zukunft und hat die Waffe dabei und möchte
00:10:40: uns vernichten. Das hat sich heute gewandelt, jetzt ist KI irgendwie ChatGPT, da sind wir,
00:10:47: glaube ich, schon mal näher an dem dran, was KI wirklich auch ist. Ganz wichtig für mich,
00:10:52: KI ist als erstes ein Werkzeug. Ein Werkzeug, das wir nutzen können, ein Werkzeug, das wir
00:10:56: nutzen, um etwas Gutes zu schaffen, um Mehrwerte zu schaffen, das aber natürlich auch benutzt
00:11:01: werden kann, um Sachen zu zerstören, ja. Ich sage mal, es ist das Gleiche, ich kann den
00:11:07: Hammer nutzen, um ein Haus zu bauen, ich kann den Hammer aber auch nutzen, um den Kopf damit
00:11:10: einzuschlagen und das ist bei KI natürlich das Gleiche. Wenn wir jetzt in die Unternehmen
00:11:16: reingucken und diese Karrieren führen, klar, du hast auf der einen Seite diesen Terminator-Effekt,
00:11:20: dass Leute einfach wirklich Angst haben, dass das Ding versebstständigt sich oder ich weiß nicht,
00:11:23: was immer es tut, ich kann es nicht mehr kontrollieren. Auf der anderen Seite gibt es ja mal
00:11:27: vielleicht auch eine reale Angst von Mitarbeitenden, du hast gerade das Beispiel angesprochen von denen,
00:11:32: die diese Clips kontrollieren. Ja gut, wenn die jetzt Freitag seit nichts mehr zu tun haben,
00:11:36: dann tut es ja unter Umständen auch einen Mitarbeiter weniger. Wie, was siehst du für
00:11:42: Reaktionen von Mitarbeitenden in Unternehmen? Ist da eine Ablehnung oder auch deshalb eine Angst?
00:11:47: Ja, Ablehnung sehen wir schon, ich glaube aber auch da ist es einfach wichtig, die Mitarbeitenden
00:11:53: mitzunehmen, deswegen dieses Thema KI auch nicht einsetzen der KI-Wegen, sondern KI-Einsätzen,
00:11:58: um Lösungen zu finden für Probleme, für Herausforderungen Unternehmen, weil kein Mitarbeiter
00:12:03: wird am Ende sagen, ich möchte die KI nicht, wenn die unliebsamste Aufgabe, die ich in meinem
00:12:07: alltäglichen Arbeiten habe, mir abgenommen wird. Das ist dieses Schauen auf den Rechner, das ist
00:12:13: vielleicht das administrative Zusammenfassen von irgendwelchen Dokumenten. Wir wissen,
00:12:18: Ärzte der Krankenschwestern in Krankenhäusern verbringen unglaublich viel Zeit, jeden Tag
00:12:23: damit eigentlich nur Sachen aufzuschreiben, wo sie sich nicht konkret um ihre Patienten kümmern
00:12:28: können, sondern sie eben administrative Aktivitäten haben. Wenn KI dabei helfen kann, diese Zeit zu
00:12:33: reduzieren, es geht ja auch nicht darum, das komplett abzuschaffen, aber die Zeit zu reduzieren,
00:12:37: dann habe ich wieder mehr Zeit für andere Aktivitäten. Und mir soll jemand eine Krankenschwester
00:12:41: zeigen, die sagt, sie möchte noch mehr schreiben oder sie hat mehr als genügend Zeit. Ich glaube,
00:12:45: wir sind ja auch aktuell in einer Phase, wo wir eher von Fachkräftemangel auch nach wie vor noch
00:12:50: sprechen, wo wir wissen, dass in den nächsten zehn Jahren extrem viele aus der Boomer-Generation
00:12:55: einfach in Rente gehen werden. Es werden Arbeitskräfte fehlen und da kann KI eher die
00:12:59: Unterstützung sein, um die Arbeitskräfte nach wie vor auch oder die Arbeitsstellen nach wie vor
00:13:04: attraktiv zu halten. Dass das ein Tipp ist, Use Cases zu suchen und Mitarbeiter mit diesem Use Case
00:13:11: eben auch mitzunehmen, weil KI eine echte Unterstützung einfach dann auch und eine echte
00:13:16: Verbesserung ihrer täglichen Arbeit sein kann. Erlebst du denn auch, also erlebst du sonst Blockhaten,
00:13:21: hast du das schon mal gesehen in einem Projekt, dass wirklich Leute blockieren und sagen, ja,
00:13:25: da gibt es leider eine Richtlinie, das geht nicht oder. Ja, also muss natürlich dazu sagen,
00:13:30: mit wem sprechen wir, dass sind grundsätzlich die Unternehmen, die auch schon Interesse haben
00:13:34: am Thema. Ja, ich glaube, es gibt einen ganz großen, für uns vielleicht auch eine Black Box an
00:13:38: Unternehmen, wo es eine extrem große Abwehrhaltung gibt. Klar, wobei das Unternehmen ja nicht als
00:13:42: solches auf euch zukommt, sondern da kommt ja meistens Vertreter auf euch zu und das heißt ja
00:13:45: nicht, dass der für das ganze Unternehmen spricht. Nee, genau, richtig und das ist glaube ich auch
00:13:49: wichtig, mit wem spricht man auch und wer bringt das Ganze durch? Ich glaube, was nicht funktioniert
00:13:53: ist, wenn es nur die IT-Abteilung ist, da sitzen häufig Leute, die haben irgendwie Interesse an
00:13:57: Thema, die wollen was umsetzen. Wenn von da aber von oben was übergestülpt wird, dann klappt es
00:14:02: häufig auch nicht so, deswegen ganz wichtig, ich hatte das jetzt ja schon ein paar mal angesprochen,
00:14:06: nimmt die Abteilung mit, die Fachabteilung mitnehmen, da die Leute fragen, was ist das
00:14:10: Wichtige und das andere ist natürlich die Geschäftsführung auch mit dabei zu haben,
00:14:13: weil am Ende das muss man auch sagen, wenn ich KI mit einsetzen möchte, dann ist es auch eine
00:14:17: Kostenfrage, ich muss eben Leute einsetzen, die das Ganze einführen, die das Ganze auch umsetzen,
00:14:21: da brauche ich dann häufig eben auch die Unterstützung der Geschäftsführung mit dabei.
00:14:25: Genau, auf das Thema Geld kommen wir gleich auch noch tatsächlich noch mal zu sprechen. Aber okay,
00:14:31: Angst ist ein Thema für in Unternehmen, aber du sagst es überwindbar, indem man eben begeistert
00:14:37: für die Verbesserung auch und alle eben auch im Unternehmen mitnimmt. Wollt auch noch mal ganz
00:14:40: wichtig auch aufschlauen, woher kommt Angst? Angst kommt aus der Unwissenheit natürlich. Also hier
00:14:45: auch intern einfach mal die Mitarbeiter in eine Schulung zu geben, vielleicht auch einfach mal mit
00:14:50: JetGPT oder anderen Tools, aber eben mit diesen Sprachmodellen mal rumprobieren lassen, mal in
00:14:55: den Workshop zu gehen und zu sagen, hey, promptet mal ein bisschen, seht mal, was machen diese Sachen
00:14:59: eigentlich, das nimmt dann häufig schon viel von der Angst und dann habe ich natürlich eine ganz
00:15:03: andere Haltung dagegen. Genau, das ist auch direkt die Überleitung zum zweiten großen
00:15:07: Hemd ist, was ihr erlebt, nämlich überspitzt formuliert, Inkompetenz oder Unwissen oder
00:15:14: fehlendes Wissen, wenn man es ein bisschen positiver formulieren will. Wo ist denn da der
00:15:19: Zustand tatsächlich in deutschen Unternehmen aktuell, wie viel wissen denn Mitarbeitende
00:15:24: Geschäftsführer davon? Haben die das aus der Wirtschaftswoche oder aus ihrem LinkedIn-Stream
00:15:28: oder wie gut sind die vorbereitet, wenn die zu euch kommen? Ja, also wenn sie zu uns kommen,
00:15:33: muss man sagen, häufig sehr wenig. Wir haben Leute dabei gehabt, die haben dann gesagt,
00:15:38: ich bin jetzt im A1 Village, weil das AI Village ist. Also da merkt man schon, okay, die sind dann
00:15:44: doch sehr weit weg von dem Thema. Wir haben eine Handwerksveranstaltung, gerade Handwerksbetriebe,
00:15:49: das ist auch was, wo wir häufig denken, oh Gott, die sind sehr weit weg von Digitalisierung und so.
00:15:52: Stimmt auch nicht für alle, gibt es aber natürlich durchaus, wo dann aber Seniorchef 60 Jahre geht,
00:15:58: vielleicht in den nächsten fünf Jahren in Rente, mit dem Juniorchef da steht. Und der Seniorchef
00:16:02: auch sagt, oh Gott, weiß ich nicht, kann ich nicht. Haben wir ja nie gemacht so. Gleichzeitig
00:16:08: aber Juniorchef dann dem steht und sagt, das ist ja interessant. Eine Lösung, wo es um
00:16:12: Bilderkennung geht und der einfach sagt, vielleicht können wir das für die Inventur
00:16:15: irgendwie bei uns im Lager oder so verwenden und ähnliches. Das heißt, ich glaube, da ist
00:16:20: es wichtig, dass man auch einfach aufgeschlossen ist dem Ganzen gegenüber. Ganz wichtig, ich muss
00:16:24: kein Machine Learning Engineer sein, um KI bei mir im Unternehmen einzusetzen. Ich brauche auch die
00:16:30: wirklich technologischen Experten, die gibt es aber. Es gibt deutsche Unternehmen, es gibt euch hier,
00:16:35: es gibt aber viele andere natürlich auch, die bei der Umsetzung am Ende eben auch mit helfen können.
00:16:39: Was ich sein muss im Unternehmen selbst, ich muss dem offen gegenüberstehen, ja, ich muss sicherlich
00:16:44: einen Überblick darüber haben, was sind die Anwendungsfälle. Zu die Kompetenz muss ich mir
00:16:49: aufbauen. Wir sehen in vielen Unternehmen, dass jetzt so KI entweder KI-Abteilungen wirklich
00:16:54: komplett aufgebaut werden. Das schafft vielleicht auch nicht jedes Unternehmen, wenn ich nicht so
00:16:58: groß bin. Dann habe ich aber vielleicht trotzdem die Möglichkeit, mir so KI-Botschafter in meinem
00:17:02: Unternehmen rauszusuchen. Leitende Angestellte, die vielleicht sagen, hey, ich finde das Thema
00:17:06: spannend, schließe mich mit anderen Mitarbeitern aus anderen Abteilungen zusammen und die gebündelt
00:17:11: sich einfach dann mal sagen, hey, wir schauen uns mal an. Was sind denn eigentlich Anwendungsfälle?
00:17:15: Was sind auch rechtliche Fragestellungen? Was ist mit dem Thema Datenschutz, um hier einfach so
00:17:19: eine ausgewählte Gruppe zu haben, die aus allen Abteilungen oder aus dem ganzen Unternehmen kommt,
00:17:23: die das Thema dann auch vorantreiben können und die wieder auch für andere Mitarbeiter eben
00:17:28: als Partner dienen können, wenn die Fragen haben. Das glaube ich da ganz wichtig. Ich finde diesen
00:17:32: Botschafter finde ich immer eine super Idee, weil am Ende ist das ein Thema, was ein bisschen
00:17:36: Zeit braucht, auch bis sich das ausbreitet im Unternehmen und es ist so ein bisschen,
00:17:40: das muss das in viralen Effekten einfach geben und dafür muss man einfach mal 2, 3 Leute infizieren
00:17:45: oder in die Möglichkeit geben, wieder andere mitzunehmen und zu infizieren, sodass was wir
00:17:50: auch in unserem Projektalltag sehen, was am aller aller Besten funktioniert tatsächlich. Gibt es
00:17:56: einen Tipp, den du Leuten gibst, die erstmal noch gar keine Berührung mit erden, wo sollen
00:18:02: die anfangen? Also sollen die mal Chechipitierenfach runterladen oder? Ja, auf jeden Fall. Also nutzt die
00:18:09: Tools, die da sind. Es gibt Online-Webseiten, die die aufschlüsseln. Es gibt unglaublich viele
00:18:15: Tools. Und wenn ich sage, gut, Sprache ist vielleicht nicht meins. Die Bildgenerierungstools
00:18:19: finden alle super. Und wenn es einfach nur das Bild ist, von meinem Garten, wo ich einen
00:18:24: Einhorn irgendwie reinsetze, vielleicht auch mit den Kindern mal rumspielen. Es gibt Musik-Tools,
00:18:29: wo ich mir eine eigene Musik, ich schreibe mal meinen Lieblingskünstlereien und probiere
00:18:32: da mal meinen eigenen Song irgendwie zu machen und so weiter. Udio zum Beispiel, genau. Das sind
00:18:37: alles Sachen, da kann ich mal ein bisschen mit ausprobieren. Da würde ich jetzt nicht meine
00:18:41: Kreditkarteninformationen hochladen, aber ich glaube, für den ersten Einstieg, um da mal
00:18:45: mitzumachen, ist das sicherlich das Richtige. Und daneben gibt es deutschlandweit auch viele
00:18:51: Angebote einfach. Ja, das haben wir gerade schon drüber gesprochen. Das Thema ist in aller Munde.
00:18:54: Wir sehen, dass Kunstausstellungen sich da jetzt mit befassen. Wir sehen, dass es auch für also
00:19:00: wirtschaftliche Anwendungen Angebote gibt, wo ich mich mal in so Tagesschulungen vielleicht mit
00:19:05: reinsetzen kann und sei es eine VHS oder ähnliches, die was anbietet. Also gerade hier im Kölner Raum
00:19:10: wissen wir, gibt es relativ viel. Wir sind selbst auch hier, wie gesagt, mit dem AI Village haben
00:19:14: viele Angebote auch für Bürger, Bürgerinnen, takte offenen Türen. Das Deutsche Museum in
00:19:18: Bonn hat seit Jahren eine KI-Ausstellung, in die man auf jeden Fall fahren kann. Und das finden
00:19:23: wir aber deutschlandweit. Und ich glaube, das ist einfach wichtig, sich mal ein bisschen mit dem
00:19:26: Thema auseinanderzusetzen. Und wie ich die Arbeit bei euch erlebt habe, du hast es gerade schon
00:19:31: gesprochen. Da kommt jemand und sagt, ich bin im AI Village. Bei euch gibt es keine dummen Fragen.
00:19:35: Also auch denen holst du ab und erklärst ihm das. Warum heißt das AI? Was machen wir hier eigentlich?
00:19:41: Auch da einfach, ich glaube, momentan ist so eine Phase, in der es keine dummen Fragen gibt. Einfach
00:19:45: Fragen stellen und wie du gerade auch sagst, einfach auch privat das Ding mal nutzen ausprobieren, weil
00:19:52: du hast ja gerade schon gesagt, es ist wichtig, dass wir Use Cases finden im Unternehmen. Und dafür
00:19:59: ist natürlich auch eine gewisse Kompetenz von diesen Tools wichtig zu wissen, was ist überhaupt
00:20:04: möglich? Was würdest du Leuten empfehlen? Wie findet man denn sonst Use Cases in Unternehmen? Wie
00:20:10: geht man davor, um solche Use Cases überhaupt zu finden? Ja, ich habe gerade schon gesagt, ich würde
00:20:15: auf jeden Fall problemorientiert arbeiten, also zu schauen, wo sind die Probleme im Unternehmen,
00:20:20: um dann eben sagen zu können, finden wir hier irgendwie eine KI-Lösung für. Genau, das heißt,
00:20:25: also in die Fachabteilung gehen, zu schauen, was sind hier die Herausforderungen? Wenn man jetzt
00:20:29: sagt, okay, ich habe ein, zwei Leute im Unternehmen, die sind da schon relativ weit, die kennen das
00:20:33: Thema schon, die werden dann relativ schnell schon Sachen finden, weil wir merken einfach, was
00:20:36: stört alle, das sind administrative Abläufe, ich muss Sachen abspeichern und so. Das machen diese
00:20:41: Sprachmodelle heute schon sehr gut. Und wenn ich vielleicht zwei, drei vierte IT-Läube, die werden
00:20:45: das dann auch sicherlich mit umgesetzt bekommen. Wenn ich das nicht habe, dann gerne mal extern
00:20:49: schauen, ja, wen gibt es? Es gibt Beratungen, es gibt aber natürlich auch kostenlose Angebote von
00:20:55: so Mittelstandszentren beispielsweise, die helfen auch da weiter, um eben das Ganze zu machen und
00:20:59: im Zweifel hilft vielleicht auch mal die erste Desktop-Recherche, um einfach online mal zu
00:21:03: schauen, hey, was gibt es eigentlich für Lösungen? Du hast jetzt bei den Use Case-Sucher gesagt,
00:21:07: mal schauen, was sind die Probleme im Unternehmen? Ich finde, dass vielleicht muss man auch versuchen,
00:21:14: mit unterschiedlichen Fragestellungen sich dieser Sache zu nähern, weil es geht nicht nur um Probleme,
00:21:17: sondern ich glaube, es geht auch manchmal um, was du gerade auch schon an Beispielen gebracht hast,
00:21:21: was sind repetitive Tätigkeiten, was nervt, wo können wir da was machen? Und über diese
00:21:30: ersten Use Cases kommt man dann schnell auch zu weiteren Ideen und da hilft es eben auch,
00:21:36: vielleicht so ein Podcast zu hören, wie diesen hier oder sich eben auch mal auf einer Veranstaltung
00:21:40: bei euch blicken zu lassen, um dann auch nochmal einfach, ja, weiteren Input zu bekommen, so kommt
00:21:45: man auf weitere Use Case-Ideen relativ schnell. Genau, richtig. Ich glaube, das ist auch das
00:21:49: Wichtige, wenn ich erste Use Case auch eingeführt habe, KI-Mail im Unternehmen drin ist, dann
00:21:54: wandelt sich die Kultur auch und dann verstehen Mitarbeiter das, sondern sagen sie auf einmal,
00:21:57: hey, das ist ja doch irgendwie was Gutes und das unterstützt mich und dann kann ich darüber
00:22:01: nachdenken, kann ich das ganze strategisch auch irgendwie einsetzen, bis hin zur Fragestellung,
00:22:05: verändert das eigentlich wirklich mein Geschäftsmodell beispielsweise. Also einfach mal machen,
00:22:09: hilft, Angst zu senken, es hilft aber auch Kompetenz aufzubauen, das waren unsere ersten zwei
00:22:14: Hemmnisse, die wir besprochen haben, aber ein Hemmnis geht davon nicht weg und das sind die
00:22:20: Richtlinien, die es da draußen gibt. Es gibt in der EU jetzt ein EU-AI-Akt, ist es Hilfe oder Bremse?
00:22:29: Ich glaube, Regulierung als solches kann erst mal eine Hilfe sein, auch hier wissen wir aus
00:22:35: Gesprächen, Unklarheiten, wenn ich nicht genau weiß, was macht das eigentlich, ist das eine
00:22:40: sichere KI, dann führe ich es auch nicht ein. Keiner von uns steigt in ein Auto ein, was keine
00:22:45: Plakette, keine TÜV-Plakette hat. Wir sind uns sicher, die Bremsen funktionieren. Genauso ist
00:22:50: das auch bei KI und genauso ist das auch mit der KI-Regulierung. Es ist erst mal gut zu sagen,
00:22:54: wenn ich eine KI habe, dann ist das eine vertrauenswürdige KI. Die Probleme liegen
00:22:59: ein bisschen stärker im Detail, das sind dann sehr politische Prozessfragen auch einfach,
00:23:05: es gibt aktuell im Bereich Standardisierung und so drei große Institute, die darüber sprechen,
00:23:12: was gibt es da eigentlich? Wir haben in Deutschland jetzt immer noch keine Aufsichtsbehörde
00:23:16: offiziell benannt, obwohl dann irgendwie jetzt schon die ersten Richtlinien auch in Kraft
00:23:21: getreten sind. Es gibt beispielsweise die Pflicht dazu, alle Mitarbeitenden, die auch mit KI umgehen
00:23:27: zu schulen, das gilt seit Anfang des Jahres schon, ist aber gar nicht ganz klar, was heißt das überhaupt,
00:23:32: welche Schulungen sind eigentlich dafür Valide, welche vielleicht auch nicht und so weiter. Das heißt,
00:23:37: da gibt es im Detail noch relativ viele Fragestellungen, die sich noch zu klären haben. Auf europäischer
00:23:43: Ebene gerade die Diskussion einer sogenannten Stop-the-Clock-Initiative, da geht es darum,
00:23:47: dass man sagt, eigentlich sollte das Ganze jetzt schon laufen, die Regelungen schon gelten. Wir
00:23:52: warten da nochmal zwei Jahre mit, um die Umsetzung auch hinzubekommen. Kann eine Möglichkeit sein,
00:23:57: verschleppt vielleicht das Problem aber auch nur, sodass wir da eigentlich sagen, ganz grundsätzlich
00:24:02: ist das gut, im Detail muss man nochmal schauen, ob es wirklich Sinn gibt. Wenn ich dir so zuhöre,
00:24:08: ist das Problem, diese ganze Regulierung im AI-Bereich ist eine Grauzone momentan noch. Es ist
00:24:14: nicht hundert Prozent klar, geht es in die Richtung und es gibt in Unternehmen, was wir beobachten,
00:24:19: zwei Reaktionen auf eine Grauzone. Möglichkeit eins ist, okay, es ist nicht klar geregelt,
00:24:25: dann machen wir einfach mal. Und Möglichkeit zwei ist, ist nicht klar geregelt, es könnte sein,
00:24:30: dass wir es falsch machen, wir lassen das erst mal sein und warten mal ab. Was ist die richtige
00:24:33: Reaktion? Ich glaube auch, hier kommt es wieder auf den Use Case an, auch aufs Unternehmen an. Ich
00:24:40: hatte gerade schon den Mittelständler angesprochen, mal eine pragmatische Lösung umsetzen. Da wird es
00:24:46: am Ende nicht viele Probleme geben. Auch da gab es die Fragestellungen beispielsweise, wir hängen
00:24:49: jetzt Kameras an der Produktionslinie auf. Darf ich das überhaupt, Überwachung der Mitarbeitenden
00:24:54: da? Die haben den Vorhang davor gehangen, damit war das Thema durch. Das ist eine extrem pragmatische
00:24:58: Lösung. Bin ich eine Bank, eine Versicherung in dem Bereich? Bin ich ein Medizinbereich? Da bin
00:25:03: ich sowieso schon hochreguliert. Da muss ich natürlich noch ein zweites Mal irgendwie weiter
00:25:07: schauen. Nichtsdestotrotz, ich bin ein Fan davon, pragmatische Lösungen umzusetzen und das mal
00:25:11: einfach zu probieren. Ich glaube, da hilft dann häufig auch der kluge Menschenverstand. Das ist
00:25:17: auch ein bisschen die Idee, die in diesem AI-Akt mit drin sitzt. Wir haben einen anwendungsbasierten
00:25:21: Ansatz. Das heißt, überall da, wo Menschen zu Schaden kommen können, wo Menschen auch direkt
00:25:25: involviert sind, da gibt es stärkere Regulierung bei all den Sachen, wo ich das nicht habe. Wo
00:25:30: ich eigentlich sage, ja, hier kommt ja, kann ja auch niemand irgendwie zu Schaden kommen oder im
00:25:34: Zweifelfall fällt mir mal meine Maschine aus, dann habe ich ja bei den Verlust. So, da gibt es
00:25:39: auch weniger Regulierung. Und ich glaube, da kann man dann Sachen auch einfach mal umsetzen. Immer da,
00:25:43: wo Menschen mit dabei sind, wo über Menschen auch entschieden wird, wo Menschen mit arbeiten,
00:25:47: da würde ich ein bisschen vorsichtiger sein und vielleicht nochmal Rücksprache halten.
00:25:51: Das heißt, auch da ist deine Empfehlung, wenn ich es richtig verstehe, sich mal ranzutasten. Erstmal
00:25:56: mit einem kleinen Use Case zu starten, bei dem zur Not auch nicht so viel kaputt gehen kann,
00:26:00: oder man nicht super schlimm gegen Vorschriften verstößt und sich dadurch dann auch rantastet
00:26:06: und mehr Verständnis auch für diese Regulatorik dann auch aufbaut, ein Datenschutzbereich ist
00:26:12: genauso. Ich bin mir da auch sehr sicher und das sehen wir auch, die Unternehmen wissen das schon
00:26:16: relativ gut. Sie wissen selbst, was sie dürfen und was nicht. Was ich gerade gesagt habe, Versicherungen,
00:26:22: Banken und so, die haben ja sowieso, die haben auch Rechtsabteilungen, die sich da heute schon
00:26:25: mit beschäftigen. So, wenn ich aber in einem Bereich unterwegs bin, wo ich einfach weiß,
00:26:31: da können wir viel mal ausprobieren, meine eigene Produktionsanlage, wo ich vielleicht ja keine
00:26:35: Mitarbeiter mehr laufen habe oder nur noch ein paar, dann kann ich da auch mal ein KI-Tool mit
00:26:39: aufbauen, wenn ich sowieso schon was rumfahren habe. Einfach, weil die Wahrscheinlichkeit,
00:26:43: dass am Ende ich, dass eben Menschen vor allen Dingen dabei zu Schaden kommen, einfach viel
00:26:46: geregelt ist. Siehst du das in deiner Praxis, dass da wirklich KI-Initiativen
00:26:51: sein gelassen werden aufgrund von Richtlinien? Wenn das der Fall ist, dann tatsächlich sehr
00:26:57: früh im Prozess. Also das ist häufig eine Frage, die früh auch gestellt wird, wo es dann durchaus
00:27:01: Unternehmen gibt, die vielleicht sagen, das ist jetzt dann doch alles sehr viel, wir sind uns nicht
00:27:06: sicher, sollen wir das machen. Da ist aber dann die rechtliche Rahmenbedingung immer nur ein Teil
00:27:11: des Ganzen. Häufig ist ja am Ende die Frage auch bei rechtlichen Regelungen eine Budgetfrage wieder,
00:27:16: hast du schon gesagt, kommen wir gleich vielleicht noch mal zu, weil wenn ich irgendwie ein paar
00:27:20: Anwälte dafür einstellen kann, dann kann ich das Ganze aussetzen. Die Unternehmen, die sagen, das
00:27:24: ist ein Anwendungsfall, den möchte ich bei mir einsetzen, ich sehe den Fall auch, ich sehe,
00:27:28: dass mir das ein Mehrwert bringt, die werden auch diese rechtlichen Fragestellungen auf jeden Fall
00:27:32: aus dem Weg räumen können. Werden die Richtlinien auch als Argument genutzt, wo eigentlich vielleicht
00:27:38: eher das, was wir eben besprochen haben, Angst dahinter steht? Ja, das glaube ich ganz sicher,
00:27:42: ohne dass das jetzt groß irgendwie belegen kann. Aber wir sehen das bei der Datenschutz-Grundverordnung,
00:27:47: die ist jetzt vielleicht schon fast zehn Jahre im Einsatz und wir hören nach wie vor, ich darf
00:27:53: das nicht mit dir teilen, ich darf dies nicht haben und ähnliches, Datenschutz-Grundverordnung.
00:27:57: steht in der Datenschutz-Grundverordnung gar nicht so und solange ich Leuten quasi die, das okay mir von Leuten hole, dann darf ich auch relativ viel machen.
00:28:04: Da haben wir, und das ist glaube ich auch ein sehr deutsches Thema, ein sehr kulturelles Thema, einfach diese Datenschutz-Grundverordnung sehr tief verinnerlicht in so einem Bereich, ah, das ist der Blocker für uns.
00:28:13: Und da müssen wir vielleicht auch aufpassen, dass das mit dieser KI-Regulierung nicht passiert. Ja, da ist es eine Frage der Kommunikation, das ist auch eine Frage der Kommunikation der Europäischen Union,
00:28:22: das ist eben auch im täglichen Doing von uns beispielsweise, dass wir einfach sagen, hey, das ist eine pragmatische Regelung, mit der müsst ihr euch auseinandersetzen, aber ihr könnt diese Themen tatsächlich auch angehen und könnt sie umsetzen.
00:28:33: Und genau, um das vielleicht unter den Gedanken nochmal abzuschließen, also die Unternehmen, wo wir merken, die haben Interesse daran und wollen es umsetzen, die bekommen das auch trotz oder vielleicht auch wegen der KI-Regulierung hin.
00:28:45: Bei den Unternehmen, wo man schon relativ früh merkt, wir sind uns gar nicht ganz sicher, ja, da kann ich dann die Regulierung schnell mal vorschieben, natürlich.
00:28:52: Gibt es ganze Berufsstände, die sich mit Regulierung gegen dieses KI-Thema versuchen zu wehren?
00:28:59: Gegen die Regulierung wehren?
00:29:01: Nein, gegen die KI-Einführung, also mit der Regulierung. Also, was wir sehen ist, wenn wir schauen in die Welt der Anwälte, der Ärzte oder so, dann sehen wir, da gibt es natürlich viele Richtlinien.
00:29:14: Glaubst du, es ist ein Hemmnis da auch, dass sich da was tut mit KI?
00:29:19: Ja, auf jeden Fall auch. Also, zum einen gibt es die Berufszweige, die sicherlich damit sehr viel Geld verdienen werden auch, das sind dann auch die Anwälte, das sind eben die Prüfbehörden, beispielsweise, so ein ähnliches.
00:29:29: Vielleicht, um da eine Story zu nennen, ich war im letzten Jahr, vorletztes Jahr, auf einer Veranstaltung von Jurastudierenden, Legal Tech, die sind also schon den Tech-Themen sehr nahe auf jeden Fall.
00:29:41: Da habe ich in einer Jury gesessen von einem Hackathon, die haben also drei, vier Tage zusammengesessen, Lösungen präsentiert und am Ende haben die Lösungen vorgestellt und ich habe gesagt, wow, das ist ja cool hier.
00:29:50: Irgendwie KI wettet automatisch aus, ob ich jetzt, also ein bisschen über Spitz formuliert habe, ob ich jetzt jemanden in den Knast stecke oder eben nicht, beispielsweise.
00:29:58: Und dann habe ich gesagt, das ist ja, da kann ja wirklich was bei helfen.
00:30:01: Und dann haben die ganzen Anwälte, die mir die Jury gleich gesagt, nee, nee, hier Anwaltsrecht und so, das geht nicht, das sehen wir nicht und so.
00:30:07: Und das sehen wir in vielen anderen Bereichen auch.
00:30:09: Die, ich sage mal, Berufsbranchen, die natürlich politisch stark sind, die eine politische Lobby auch haben, werden sich auch sicherlich ihren Expertise, ihr Expertisen Wissen irgendwie auch schützen lassen.
00:30:19: Das ist zu einem gewissen Grad auch richtig und gut, dass am Ende ein Anwalt immer nochmal den Menschen mitberät ist, sicherlich gut und dass es nicht nur die KI macht.
00:30:27: Dass Ärzte immer nochmal über die Entscheidung von einem KI-Modell drüber schauen und sagen, ah, ich habe tatsächlich, also KI-Modell erkennt Krebs und er sagt, ja, ist richtig, das ist Krebs und ich nicht einen Menschen vielleicht eine Krebsdiagnose gebe, die falsch ist.
00:30:40: So, auch das macht natürlich Sinn.
00:30:42: Wir müssen aber aufpassen, dass es auch nicht in die andere Richtung schlägt und wir am Ende vielleicht sagen, dieses Tool zur Krebserkennung, was uns allen weiterhelfen kann, weil es besser Tumore erkennt, als es jeder Mensch, jeder Arzt irgendwie auch kann,
00:30:53: dass wir nicht komplett blocken und sagen, wir werden das gar nicht einsetzen.
00:30:56: Hier ist wichtig, KI ist quasi der neue Kollege oder wie ich es gerade schon gesagt habe, KI als Werkzeug mitnutzen.
00:31:03: Medizin sieht heute auch nicht mehr so aus wie es vor 100 Jahren aussah.
00:31:07: Wir haben natürlich Entwicklung und da wird auch KI einzukhalten in die Gebiete.
00:31:11: Ich finde das ganz spannend.
00:31:14: Macht das, was wir machen, Digitalisierung ja auch schon seit 1999.
00:31:19: Und ich weiß, dass wir in ähnlicher Form um die Jahrtausendwende da zusammengesessen haben und gesagt haben, wow, was mit Digitalisierung jetzt alles möglich ist und was alles da abgelöst wird und welche Use Cases alle umgesetzt werden.
00:31:32: Teilweise sind die 25 Jahre später noch nicht umgesetzt.
00:31:35: Deshalb glaube ich auch, dass was wir heute theoretisch technologisch mit KI-Modellen können, wird noch eine ganze Weile dauern, bis diese ganzen Herausforderungen, die wir hier auch schon besprochen haben, dann wirklich gelöst sind.
00:31:48: Ja, noch vielleicht ein Beispiel zu nennen, Hersteller von Müllverbrennungsanlagen, auch hier aus der Region, wo mir ein Ingenieur gesagt hat, wir sammeln seit 15, seit 20 Jahren Daten an diesen Maschinen.
00:32:00: Und die Daten lagen irgendwo, in Ordnern klaut wir auch immer.
00:32:05: Ich wusste nie, was soll ich damit eigentlich machen.
00:32:08: Und jetzt kam er über das Thema Predictive Maintenance, vorausschauende Wartung.
00:32:12: KI hat sich damit immer auseinandergesetzt, da drauf und hat gesagt, dann nehmen wir diese historischen Daten mal und schauen mal, ob wir dadurch nicht schauen können, dass wir unsere Maschine effizienter gestalten, früher sehen, ob was kaputt geht und ähnliches.
00:32:24: Und er sagt, jetzt hat KI dazu geführt, dass ich überhaupt erst verstehe, warum ich diese Daten gesammelt habe.
00:32:29: Und er hat auch gesagt, dieses Thema vorausschauende Wartung ist eigentlich nur ein Teilbereich, weil, dass ich die Daten überhaupt jetzt mal aufsgewertet habe, hat mir halt gezeigt, ich sehe jetzt, wo meine Mitarbeiter eigentlich schmutreiben, wo sie vielleicht auch nicht so effektiv unterwegs sind.
00:32:43: Solche Geschichten.
00:32:45: Wir sind schon dadurch viel effizienter, dass ich die Daten nun mal auswerte auf ein Dashboard setze.
00:32:49: Und das hat mit KI gar nichts zu tun, das hätten die vor 20 Jahren auch schon machen können.
00:32:53: Die war jetzt aber der Anknüpfungspunkt, um zu sagen, jetzt setzen wir das mal um und jetzt kann ich auch tatsächlich ein Mehrwert daraus ziehen.
00:33:00: Ja, da kann KI noch viel mehr leisten, als das, was der Algorithmus selber kann, genau, gerade wenn es um Daten geht, ist ja auch unser großes Thema bei uns.
00:33:08: Okay, nehmen wir an, die Leute haben also keine Angst mehr, die Leute sind kompetent, man hat keine Angst vor den Richtlinien oder hat die Richtlinien klar, dann ist es halt häufig immer noch ein Investitionsthema.
00:33:21: Es ist gerade ein Investitionsbooster von der Bundesregierung, da kann ich in Maschinen investieren und das absetzen.
00:33:27: Mein Invest in KI ist da nicht so von betroffen leider tatsächlich, aber es denke ich auch was, was in Deutschland passieren sollte.
00:33:34: Würdest du denn sagen, dass wir jetzt sofort immer Use-Cases finden, die sich rechnen sofort?
00:33:41: Oder ist das jetzt erstmal ein Investitionsfeld, wo man erstmal anschieben muss und erstmal Geld ausgeben muss und da kommt nicht so viel mehr raus?
00:33:47: Also, häufig sehen wir das, dass ich einen direkten Return-on-Investern auch habe, häufig tatsächlich auch, wo mir Unternehmen sagen, ja, das habe ich vielleicht schon nach einem halben Jahr, nach einem Jahr, das sind sehr gute Quoten, das sind aber sicherlich auch sehr spezielle Fälle.
00:34:00: Also, das kann es geben, gerade aber wenn ich eben in so etwas gucke, Thema Sprachmodelle und ich nutze das vielleicht intern für meine Mitarbeiter, ja, und jeder Mitarbeiter hat eigentlich eine Effizienzsteigerung von ein paar Prozent nur.
00:34:10: Das ist schwierig zu berechnen, da habe ich am Ende, es ist schwierig tatsächlich ein Preisschild irgendwie dran zu hängen.
00:34:16: Das macht es dann sicherlich auch schwieriger, das Ganze mit dabei zu haben.
00:34:19: Was wir aber auch sehen ist, diese ersten, wie gesagt, Quick-Wins mal einzuführen, das spreche ich ja auch nicht von Unsummen.
00:34:26: Da bin ich in einem kleinen, fünfstelligen Bereich schon mal dabei, um vielleicht, wie gesagt, mal so ein Chat-Applikation irgendwie aufzusetzen.
00:34:34: Das gibt es zum Teil als KIS-Service-Lösung, wo ich also monatlich dafür bezahle, wo ich als Unternehmen auch mal sagen kann, ich habe jetzt mal X-Test-User, die lasse ich mal für ein halbes Jahr damit rumprobieren,
00:34:44: dann habe ich auch noch nicht so viel investiert, dass ich sagen kann, dann kann ich halt am Ende sagen, gut, das hat sich gelohnt oder auch nicht
00:34:49: und ich kann es weiter ausrollen oder ich fahre es wieder zurück.
00:34:52: Also das heißt, da hat es sich auch geändert, dass KI nicht mehr, wie es vielleicht vor fünf Jahren noch der Fall war, nur Projektbasiert funktionieren muss
00:35:00: und das wird sehr teuer, je größer der Case, desto teurer wird es natürlich, die gibt es auch auf jeden Fall.
00:35:04: Aber es gibt auch viele kleine Einstiegskases, wo ich jetzt heute sagen kann, hey, die hole ich mir aus dem Regal, führe ich bei mir mal ein,
00:35:11: ich probiere es mal ein halbes Jahr aus und dann kann ich entscheiden, ob ich weiter mache oder nicht.
00:35:16: Okay, das heißt auch da empfiehlst du eben einfach mal kleinen Anfang und reinwachsen im Grunde genommen.
00:35:22: Und vielleicht daneben auch noch, also unser Angebot beispielsweise im AI Village, wir sind gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium,
00:35:30: alle Angebote da sind kostenlos, auch da gibt es deutschlandweit verschiedene andere Angebote auch, es gibt aber auch Förderung beispielsweise.
00:35:39: Wenn ich also doch sage, ich habe ein größeres Thema, ich habe aber die Investitionen nicht, dann gerne auch da mal schauen,
00:35:46: gibt es vielleicht Förderung für das Thema, ja, kann ich hier mit Universitäten zusammenarbeiten,
00:35:50: mit Forschungsinstituten beispielsweise, um das Thema irgendwie voranzutreiben.
00:35:55: Auch in dem Bereich drittes Thema, ich bin im AI Village tätig, aber für den KI Bundesverband,
00:36:01: wir treten über 500 KI Unternehmen deutschlandweit und dann setzen wir uns seit Jahren für einen sogenannten KI Waucha ein.
00:36:08: Die Idee dahinter ist tatsächlich zu sagen, wenn ein Unternehmen KI einführt und Summe X dafür bezahlt,
00:36:15: nimmt es ein anderes privatwirtschaftliches Unternehmen quasi als Umsetzer mit dabei, bezahlt dieses, um das umzusetzen.
00:36:21: Dieses Unternehmen, was häufig eben noch junge Unternehmen Start-ups sind, kann tatsächlich einen Umsatz verbuchen
00:36:27: und der Mittelständler, der das, also die KI-Lösung bekommt, kann sich am Ende über diesen Waucha einen bestimmten Anteil zurückholen.
00:36:34: Ob es über Steuererleichterungen oder Ähnliches ist, das seien wir jetzt mal im Detail dahingestellt.
00:36:39: Aber die Idee ist halt zu sagen, wir haben eigentlich einen privatwirtschaftlichen Abschluss, beide Seiten profitieren davon
00:36:44: und am Ende kriege ich ein bisschen was wieder, damit einfach die Hürde tatsächlich auch gesenkt wird.
00:36:49: Ich glaube auch so ein Waucha kann natürlich helfen, gerade in kleineren Mittelständlern ist das sicherlich ein relevantes Kriterium.
00:36:57: Aber wenn wir in große Unternehmen reingucken oder auch in große Mittelständler, ich finde, da sind die Einsparpotenziale durch AI.
00:37:04: Wenn es wirklich funktioniert so massiv, vielleicht auch die Implikation auf das eigene Geschäftsmodell sogar einfach gegeben,
00:37:11: dass sich unbedingt lohnt, jetzt mal mit kleinen, kleinen, meinen wir im großen Mittelstand, vielleicht mal ein fünftstelliges Invest,
00:37:18: mal einfach zu starten und mal zu gucken, was geht damit und kriege ich einen Return raus.
00:37:24: Wenn ich den irgendwie messen oder fühle, ich den zumindest im Unternehmen.
00:37:29: Siehst du momentan, dass, es ist es überhaupt so, dass AI-Initiativen an Geld momentan scheitern,
00:37:35: weil ich meine, wir haben gerade auch, vielleicht gerade nicht die allerbeste wirtschaftliche Situation, die Wirtschaft kommt gerade wieder so ein bisschen aus dem Tal raus.
00:37:42: Ist das was, wo man sagt, ja, das können wir auch nächstes Jahr noch machen?
00:37:46: Ja, ich weiß nur nicht, ob das tatsächlich eine Budgetfrage ist oder ob es dann häufig eher auch eine Prioritätsfrage innerhalb des Unternehmens ist.
00:37:54: Also, dass Unternehmen auch die, oder die Mitarbeiter in den Unternehmen auch, ich sage mal, den Kopf dafür frei haben, sich überhaupt mit diesem Thema AI auseinanderzusetzen.
00:38:03: Das ist dann auch wieder so eine Kulturfrage im Unternehmen. Wie innovationsfreundlich bin ich überhaupt?
00:38:08: Schauen wir links und rechts. Gibt die Geschäftsführung das auch vor oder sage ich vielleicht, ja, wir haben halt seit 40, 50 Jahren machen wir das hier so im Unternehmen.
00:38:16: Das wird auch die nächsten 15, 15 Jahre noch gut gehen.
00:38:20: Und das ist dann häufig, glaube ich, viel eher, wie gesagt, in dem Moment, wo ich soweit bin, dass ich mich mit KI mal beschäftige und auch sage, ich habe jetzt was Spannendes gefunden.
00:38:28: Dann kann man häufig auch Geld irgendwo auftreiben. Aber bis ich da bin, ist es halt häufig ein weiter Weg.
00:38:34: Du hast gerade etwas ganz Wichtiges gesagt und das kommen wir auch zu unserem letzten Hemmnis eigentlich.
00:38:40: Man braucht Innovationsfreude. Was dem so ein bisschen gegenübersteht, wenn wir das mal anders formulieren und hart formulieren, ist Bequemlichkeit.
00:38:47: Hat schon immer so funktioniert. Der Prozess tut es doch.
00:38:52: So, das haben wir auch im Digitalisierungsfall schon oft genug gesehen, dass dann Dinge nicht digitalisiert werden oder auch im Data-Umfeld sehen wir das oft, weil das Excel es halt tut irgendwie.
00:39:03: Wie durchbricht man so was?
00:39:08: Ja, ich glaube auch hier wieder, wir haben es jetzt schon ein paar Mal gehört, aber es mit dem Thema anzufangen, sich damit auseinanderzusetzen.
00:39:14: Da ist es dann aber auch eine Frage der Unternehmensführung einfach zu sagen, ich muss hier auch eine Innovationskultur schaffen.
00:39:20: Und wir sehen das ja auch in den Unternehmen, wo ich das habe.
00:39:24: Wenn ich, weiß ich nicht, zweimal im Jahr einen Innovation-Day habe oder meine Kollegen halt auf so Touren einfach mal schicke, dass die sich ein bisschen aufschlauen lassen und so, dann kann das auch funktionieren.
00:39:35: Dass ich vielleicht eine Innovationsabteilung bei mir habe, die sich genau diese Themen mal annimmt.
00:39:40: Dass ich mich vielleicht auch mal damit beschäftige, was passiert denn in den Startups?
00:39:45: Hier in Köln gibt es das Gateway an der Uni beispielsweise. Da einfach mal hingehen.
00:39:49: So muss am Ende gar nichts bei rumkommen, aber einfach mal zu wissen, ach, schau mal, was kommt hier gerade an neuen Lösungen?
00:39:54: Auch da ist es nicht alles KI, die machen vieles andere, aber einfach diese Offenheit zu haben für das Thema KI oder auch neue Innovationen dabei.
00:40:03: Und das, glaube ich, fehlt dann häufig in vielen Unternehmen doch, weil dann im alltäglichen Doing andere Themen irgendwie wichtiger sind.
00:40:09: Weil, das muss man vielleicht auch sagen, ist dann doch auch die letzten 20, 30 Jahre gut funktioniert hat.
00:40:15: Ich habe es gerade gesagt, wir sind in einer wirtschaftlich schwierigen Lage, aber das ist jetzt mal ein Tal.
00:40:20: Und alle freuen sich schon drauf, wenn es jetzt wieder hoch geht. Aber was passiert denn, wenn es jetzt nicht wieder hoch geht?
00:40:25: Und dann müssen wir uns nochmal stärker diese Fragen eigentlich stellen.
00:40:28: Okay, also du hast jetzt an ganz, ganz vielen Stellen gesagt, einfach mal machen, einfach mal ausprobieren.
00:40:34: Das klingt total einfach, aber es ist für viele Unternehmen nicht einfach.
00:40:39: Einfach mal zu machen, einfach mal auf die Veranstaltung zu gehen, einfach mal das zu tun,
00:40:44: einfach mal sich mit dem Thema auseinanderzusetzen zu Hause, mal Chatchi Petit zu nutzen, weil es eben diese ganzen Hemmnisse gibt,
00:40:49: wie eben auch oftmals auch Angst oder eine Unsicherheit oder was auch immer.
00:40:56: Okay, klar, einfach mal machen. Aber wie kriege ich diesen, es geht ja häufig genau um diesen ersten Schritt,
00:41:03: wenn ich in dem ersten Schritt rinne, wenn ich mal anfange zu laufen, ist wie, wenn ich Sport machen will.
00:41:07: So, einfach mal, lauf mal los. Aber so einfach ist es halt nicht, auch beim Sport nicht.
00:41:12: Wie kriegt man diesen allerersten Schritt hin? Wie macht man das?
00:41:16: Stell ich da irgendein Speaker vorne vor das Town Hall Meeting und den Begeistert, die Leute und reist die Männern,
00:41:22: laufen die los oder wie geht dieser allererste Schritt?
00:41:26: Ja, wie gesagt, ich glaube, es muss diese Botschaft da im Unternehmen einfach geben.
00:41:29: Ich muss Leute haben, die das Thema vorantreiben.
00:41:32: Das ist, glaube ich, das allerwichtigste Sport, das ist vielleicht eine ganz gute Allegorie.
00:41:35: Es ist einfacher, wenn ich ein Kumpel habe, der mir sagt, "Komm, wir gehen jetzt mal zusammenlaufen."
00:41:39: Der einen auch ein bisschen triezt und so weiter. Die muss ich haben und die brauche ich auch im Unternehmen.
00:41:43: Das kann die Geschäftsführung sein, das kann aber eben auch eine Abteilung sein.
00:41:47: Das können auch einfach Leute aus der Abteilung sein, die halt sagen, hey, das Thema finde ich irgendwie spannend.
00:41:52: Und das muss da dann, glaube ich, auch gemacht werden.
00:41:55: Und weil du gerade nochmal gesagt hast, so JetGBT, fange ich mal anders zu nutzen, die Mitarbeiter nutzen sowieso.
00:42:01: Es wird ein Unternehmen, die Mitarbeiter geben und dann habe ich so eine Art Schatten-KI, die aufgebaut wird.
00:42:05: Was passiert denn mit meinen, wenn die meine Daten da hochladen?
00:42:08: Das möchte ich ja auch gar nicht so. Die nutzen es aber irgendwann.
00:42:11: Das heißt, da muss ich sowieso auch ein bisschen up to date bleiben
00:42:15: und muss ich halt schauen, was passiert mit dem Unternehmen.
00:42:18: Aber ich glaube, nach wie vor hier, es geht um die Fragen Kultur, eine innovationsfreundliche Kultur zu schaffen.
00:42:23: Es geht eben darum, die zu identifizieren, die auch Lust und Spaß am Thema haben
00:42:28: und mit denen dann eben wirklich los zu laufen und eine Läufergruppe zu gründen, mit der ich dann durch den Park laufen kann.
00:42:34: Okay, ich frage da tatsächlich noch mal ein bisschen gezielt danach.
00:42:37: Du sagst, ich brauche diese AI Champions oder Ambassadors oder wie immer man die so da draußen nennt.
00:42:42: Die identifiziere ich jetzt. Das sind vielleicht Leute, die ohnehin privat einfach ein Interesse an dem Thema haben,
00:42:47: sich damit auseinandersetzen, Technologien näher sind.
00:42:50: Manchmal sind das jüngere Leute aber nicht zwingend.
00:42:53: Okay, die habe ich identifiziert.
00:42:56: Und jetzt biete ich die Laufgruppe an und sag, ihr könnt da Dienstag zum 18 Uhr oder um 12 hinkommen
00:43:02: und da gibt es diese AI-Gruppe oder was wie, wie kriege ich diese Champions jetzt in das Unternehmen ran?
00:43:08: Genau, und diese AI-Gruppe organisiert vielleicht einen KI-Treff für alle Mitarbeiter.
00:43:14: Also wirklich so? Also wirklich ein KI-Treff tatsächlich im Unternehmen?
00:43:17: Ein KI-Treff im Unternehmen beispielsweise, ja.
00:43:19: Also das kann wirklich was sein, wo ich sage einmal die Woche oder einmal im Monat,
00:43:22: können alle vorbeikommen, die Fragen haben, hier sitzen unsere KI-Champions, die haben ein bisschen mehr Ahnung,
00:43:27: da könnt ihr eure Fragen stellen.
00:43:28: Oder aber, ich frage mal an, wie gesagt, sicherlich viele auch private Unternehmen, aber auch Forschungseinrichtungen
00:43:34: und so, kommen gerne mal ins Unternehmen rein und stellen mal ihre Lösungen vor.
00:43:37: Ich habe gesagt, das Deutsche Museum Bonn, ja, dann organisiere ich mal eine Fahrt dahin
00:43:41: und fahre einfach mal mit einer interessierten Gruppe dahin, die ich ein bisschen ausschlauen lassen kann.
00:43:44: Innovation Days sind ja so ein Thema im Unternehmen.
00:43:47: Mal einen Tag die Leute rausholen aus ihrem Daily Business und zu sagen, hey, wir fahren jetzt mal irgendwo hin
00:43:52: und schauen uns hier jetzt mal das Thema künstliche Intelligenz an.
00:43:55: So, wie gesagt, wir mit dem AI Village machen sowas sehr gerne, aber es gibt viele so Räume.
00:43:59: Es gibt XR, AR, VR Räume und so weiter, wo ich auch solche Technologien einfach mal ausprobieren kann und ähnliches.
00:44:06: Und genau, ich glaube, das ist da der richtige Ansatz.
00:44:10: Was sagst du Unternehmen, die dann sagen, haben wir keine Zeit für?
00:44:13: Weil Budget ist ja, dann haben wir immer Budget geredet, nicht nur Geld ist auch Zeit.
00:44:17: Und wir fahren jetzt mal alle ins Deutsche Museum.
00:44:19: Das kostet einfach Zeit, wenn man irgendwie eigentlich alle Land unter sind.
00:44:25: Dann vielleicht ein bisschen überspitzt formuliert, dann schauen wir mal 10 Jahre weiter, dann werdet ihr alle sehr viel Zeit haben.
00:44:29: Also so schlimm ist es vielleicht nicht, aber ich muss mich natürlich als Unternehmen, muss ich mir die Frage stellen.
00:44:34: Wie viel ist mit Innovation auch wert?
00:44:37: Und wenn ein Unternehmen sagt, es ist mir gar nichts wert, dann hat das vielleicht die letzten Jahre gut funktioniert.
00:44:43: Dann bin ich aber fest davon überzeugt, dass wir jetzt mit KI hier eine Technologie haben, die so viel verändern wird, dass man sich damit auseinandersetzen muss.
00:44:53: Im Zweifel ja auch schon in den Produkten, die ich schon nutze, also fast jedes Unternehmen nutzt irgendwie die Office Suite von Microsoft beispielsweise.
00:45:01: Da werde ich in den nächsten Jahren einfach KI-Ergänzung mit dabei haben.
00:45:05: Und wenn ich Tools nutze und sei es halt vielleicht auch in meinem SAP-System, da werden KI-Funktionalitäten mit reinkommen
00:45:12: und auch da muss ich meine Mitarbeiter natürlich mitnehmen und irgendwie schulen und darauf vorbereiten, dass da was kommt.
00:45:17: Das heißt also, einfach eine Frage, wie hoch hänge ich das Thema Innovation
00:45:21: und in einer Welt, in der die Innovationszyklen immer kürzer werden, jetzt glaube ich immer wichtiger dieses Thema auch stärker zu besetzen.
00:45:30: Du hast gerade schon ganz viel über das AI Village gesprochen und was ihr da wirklich macht.
00:45:35: Das heißt, nur nochmal zusammenfassen, man kann euch einfach anrufen und sagen, hallo, ich habe keine Ahnung davon, ich will was mit der AI machen, wie läuft das wirklich?
00:45:44: Also was kommen da so für Anfragen tatsächlich dann rein?
00:45:47: Ja genau, also ein bisschen runtergebrochen ist, ist tatsächlich so, vielleicht ein bisschen Hintergrund.
00:45:51: Wir sind ein Projekt gefördert im Strukturwandel, im Rheinischen Revier, braunkohle Region und genau, da verändert sich gerade einiges
00:45:58: und wir sind eben eins der Projekte, die dafür da sind, die Menschen, aber vor allen Dingen eben auch die Unternehmen in der Region mitzunehmen
00:46:04: und eben für neue innovative Lösungen zu begeistern.
00:46:07: Wir haben den Standort in Hürt, das ist direkt vor den Toren von Köln, vom Kölner Hauptbahnhof ist man in der Viertelstunde bei uns tatsächlich,
00:46:13: wo wir in dem ehemaligen Fernsehstudio sitzen und da das Thema KI ganz vielfältig bespielen.
00:46:18: Wir haben viele Veranstaltungen zum Thema, einige offenen, wie gesagt so Arttag der offenen Türen.
00:46:23: Wir werden jetzt im Sommer so einen KI-Kultur-Sommer machen, wo wir auch eine Kunstausstellung mit dabei haben.
00:46:28: KI Kinofilme mal zeigen und am Ende mit einer Post- und Transhumanistin über das Thema sprechen.
00:46:32: So, dann kommen wir wieder in diese ethischen Fragestellungen rein.
00:46:34: Aber vor allen Dingen eben auch Angebote für Unternehmen.
00:46:38: Wir haben zum Beispiel eine KI-Guide-Reihe, nennt die sich, das ist genau das, dieses Ausbilden der Botschafter.
00:46:43: Da kann ich mal den Mitarbeiter hinschicken, der dann fünf, sechs Mal bei uns ist und am Ende ein bisschen was an Themen gelernt hat.
00:46:48: Wir stehen aber auch bei individuellen Fragen zur Verfügung haben.
00:46:51: Auch da Workshops schlauen auch mal ein bisschen auf in dem Bereich, wo man einfach mal sagen kann,
00:46:55: hey, jetzt identifiziere ich tatsächlich Anwendungsfälle im Unternehmen, um dann aber auch wieder, wir haben ein sehr großes Netzwerk
00:47:01: mit den richtigen Umsetzungspartnern an mich auch vernetzen zu können.
00:47:04: Du hast gerade schon gesagt, ihr seid gefördert und ihr seid im Rheinischen Revier aktiv.
00:47:07: Was mache ich, wenn ich diesen Podcast aus München höre und euch kontaktieren möchte, kann ich euch anrufen?
00:47:12: Ja, kann man uns auch sehr gerne anrufen.
00:47:14: Das Gute ist, ich hatte das auch vorhin schon mal gesagt, mein Arbeitgeber ist der KI Bundesverband.
00:47:19: Wir sind das größte Netzwerk Unternehmensnetzwerk an KI-Unternehmen, über 550 KI-Unternehmen deutschlandweit, die wir da vertreten.
00:47:26: Das heißt im Zweifel, auch wenn es dann vielleicht fürs AI Village schon ein bisschen weit weg ist, aus München für eine Veranstaltung herzukommen.
00:47:32: Auch da glaube ich, habe wir qualitativ so gute, fertige Sachen, dass sich das manchmal lohnt, passiert tatsächlich auch manchmal.
00:47:38: Aber selbst dann können wir sicherlich weiterhelfen auch mit Partnern irgendwie deutschlandweit, zumindest bei den ersten Fragen
00:47:45: und stehen da eigentlich auch für alles immer zur Verfügung.
00:47:49: Okay, schauen wir zum Abschluss mal fünf Jahre in die Zukunft.
00:47:53: Wo stehen wir in fünf Jahren?
00:47:55: Sind diese ganzen Hemmnisse dann überwunden oder geht es genauso schleppend wie das bei der Digitalisierung der Fall war?
00:48:03: Ich würde mir wünschen, dass es nicht so schleppend läuft.
00:48:06: Ich habe auch ganz persönlich den Eindruck, dass wir schneller sind, weil wir vielleicht jetzt auch in dieser wirtschaftlichen Lage sind.
00:48:13: Die Unternehmen langsam verstehen, wir müssen da was machen, weil jetzt eben gesehen wird, Digitalisierung, KI, das ist ein Thema, da kommt was.
00:48:21: Von daher glaube ich ganz sicher, dass wir in fünf Jahren in jedem Unternehmen KI Tools sehen werden.
00:48:28: Sei es nur, weil eben Office und ähnliche Produkte KI eingesetzt haben, aber das sehen wir.
00:48:34: Wir haben das ja auch heute auf unseren Smartphones, nutzen wir alle schon längst diese KI Tools und sei es halt nur ein Google Maps,
00:48:40: was uns irgendwie die optimierteste Route zeigt oder ähnliches war.
00:48:43: Das werden wir auf jeden Fall sehen.
00:48:45: Die spannende Frage ist, wie hoch ist dann wirklich die Adaptionsrate in den neuragischen, in den kritischen Punkten von Unternehmen,
00:48:52: wenn wir auf die Fragestellung kommen, Geschäftsmodelle beispielsweise.
00:48:55: Und da glaube ich, und wie gesagt, das sehen wir jetzt heute schon, die Unternehmen, die jetzt loslaufen,
00:49:00: das sind die Unternehmen, die dann eben in fünf Jahren da sicherlich einiges an Effizienzsteigerungen haben werden.
00:49:05: Die Unternehmen, die es jetzt nicht machen, die sind vielleicht ein bisschen abgehängt.
00:49:09: Und da ist mir auch nochmal ganz wichtig, es ist aber jetzt auch noch der richtige Zeitpunkt.
00:49:12: Also wenn wir auf LinkedIn schauen und mein LinkedIn-Feed ist voll, ich sehe jede Woche hier drei neue Modelle und da ist was Neues und da.
00:49:18: Und ich denke immer, oh Gott, wir haben eine Developer-Community bei uns.
00:49:21: Wenn ich mit denen spreche, die reden über Themen, die höre ich ein halbes, drei, vier Jahre später erst das nächste Mal wieder.
00:49:27: Da merkt man einfach, ja, die sind vier, fünf, sechs Schritte weiter, das ist aber egal.
00:49:32: Weil wenn ich dann auf diese Zahlen schaue, dann habe ich gesagt, erst 15 bis 20 Prozent der Unternehmen haben KI tatsächlich eingesetzt.
00:49:39: Und wir haben immer noch so rund 40 Prozent der Unternehmen, die sagen, KI ist für mich noch kein Thema.
00:49:44: Das heißt, in dem Moment, wo ich jetzt schon den Podcast höre, wo ich mal mit uns gesprochen habe, wo ich mich einfach mit KI beschäftige,
00:49:50: gehöre ich schon zumindest mal zu den 60 Prozent, irgendwie, oder es gibt immer noch 40 Prozent, die hinten anhängen.
00:49:56: Und nur 20 Prozent haben eingesetzt.
00:49:58: Das heißt, ich bin eigentlich immer noch ein Vorreiter oder ich gehöre zumindest mal zu den frühen Vorreitern irgendwie, die das Thema mitbesetzen.
00:50:05: Und ich glaube, das ist ganz wichtig, das mitzugehen.
00:50:07: Also um nochmal auf die Frage in fünf Jahren, ich glaube KI wird in unseren Alltag, wird in die Arbeitswelt einzugehalten haben.
00:50:13: Und interessant oder spannend wird es eben zu sehen sein, wie es ganz konkret dann auch in den einzelnen Unternehmen ist,
00:50:18: vor allen Dingen eben an den kritischen Punkten.
00:50:20: Genau, also ich kann es nochmal zusammenfassen, was du gesagt hast, einfach jetzt mal loslaufen mit kleinen Schritten,
00:50:26: damit man eben in fünf Jahren dann auch irgendwo steht tatsächlich einfach, jetzt keine Angst haben,
00:50:30: ist einfach versuchen, aber was wir tatsächlich, was du auch bestätigst, ist,
00:50:35: dass was wir technologisch sehen, die Modelle, sind einfach viel, viel, viel, viel weiter als das, was an Adaptionen in Unternehmen überhaupt heute schon da ist.
00:50:44: Und es wird noch eine ganze Weile dauern, glaube ich, bis das in vollem Umfang und im vollen Potenzial, was die Technologie eigentlich mitbringt, adaptiert ist.
00:50:54: Das muss es im Zweifel aber ja auch gar nicht. Ich muss ja nicht immer das allerneuste Modell nutzen.
00:50:59: Ich muss ja eines nutzen, was mir den Mehrwert bringt.
00:51:02: Und wenn ich damit jetzt schon irgendwas einsparen kann, beispielsweise, dann ist es ja auch gut.
00:51:06: Dann habe ich vielleicht noch ein anderes Modell, was nochmal fünf Prozent mehr einspart.
00:51:09: Aber wenn ich doch vorher schon 50 eingespart habe, dann lass uns das doch erstmal umsetzen,
00:51:13: bevor ich dann vielleicht auch vor diesem riesigen Berg, riesigen Dschungel stehe und dann sage, oh Gott, bevor ich da jetzt reingehe, dann lieber gar nicht.
00:51:20: Wir wollen als Abschlussfrage hier in dem Podcast eine kleine Regelmäßigkeit schaffen.
00:51:28: Du bist der erste, dem ich in der Folge eins heute diese Frage stellen.
00:51:32: Wenn wir, wie gesagt, fünf Jahre in die Zukunft schauen, du und ich, wir setzen uns sicherlich sehr viel mehr mit dem Thema auseinander
00:51:39: und haben das vielleicht auch schon stärker adaptiert in unserem Alltag.
00:51:42: Aber trotzdem gibt es vielleicht noch Dinge, die du wünschst, dass die KI sie irgendwann mal beherrscht.
00:51:49: Wenn du dir für deinen Alltag einen KI-Kopiloten aussuchen könntest, was wäre das für einer?
00:51:57: Egal, ob der völlig verrückt ist oder ob er wirklich einen praktischen Nutzen hat.
00:52:01: Was würdest du dir gerne von der AI abnehmen lassen?
00:52:05: Ich glaube, meine Haushaltsarbeiten oder vielleicht noch konkreter Kochen.
00:52:10: Ich bin leider kein guter Koch.
00:52:12: Ich koche auch nicht gerne.
00:52:13: Ich esse sehr gerne.
00:52:14: Ja, ich koche tatsächlich ungern.
00:52:17: Ich hätte gerne eine KI oder dann sitzt wahrscheinlich eher ein Roboter vielleicht mit KI-Untersstützung, der das Ganze für mich irgendwie übernehmen kann.
00:52:24: Das wäre tatsächlich für mich was ganz Gutes.
00:52:27: Dann wäre es vielleicht manchmal auch ein bisschen gesünder, als wenn man den Döner um die Ecke sich dann nur holt.
00:52:33: Das ist wahrscheinlich ein Thema für den Podcast der dann in drei Jahren folgt, nämlich Robotics and Why.
00:52:38: Weil auch da passiert ja unfassbar viel Spannendes und gerade in der Kombination mit Digitalisierung und der AI.
00:52:44: Es ist Wahnsinn und vielleicht gar nicht mehr so weit entfernt.
00:52:48: Und vielleicht ist der ein von fern Realität der Roboter, der dir in Essen kocht.
00:52:52: Das mag durchaus sein.
00:52:53: Was es tatsächlich schon gibt, sind so Lösungen, wo ich quasi einfach ein Foto von meinem Kühlschrank mache
00:52:57: und er mir automatisiert sagt, was für Rezepte kommt eigentlich bei raus?
00:53:00: Das nutzt du auch.
00:53:01: Das kann ich kochen.
00:53:02: Ja, mein Kühlschrank ist leider dadurch, dass ich mich koche selten sehr gut gefüllt.
00:53:05: Aber das ist zumindest schon mal ein erster Schritt, weil ich glaube, jeder kennt es, wenn man dann hier in der Kölner Innenstadt wohnt
00:53:11: und der Supermarkt nicht so weit weg ist, man kauft ja auch nicht den riesigen Familien Einkauf ein, sondern immer nur relativ gezielt.
00:53:17: Und da kann sowas dann natürlich bei helfen sich nicht jeden Tag darüber Gedanken machen, zumindest, was koche ich denn jetzt eigentlich.
00:53:23: Wenn du in fünf Jahren, das will ich noch zum Abschlussfragen zurückschaust, was soll dein Beitrag gewesen sein zu dieser AI-Entwicklung?
00:53:30: Was will sie persönlich erreicht haben?
00:53:33: Also, was mich einfach freuen würde, ist, wenn tatsächlich die Unternehmen oder auch die Menschen, mit denen wir jetzt hier vor Ort jeden Tag sprechen,
00:53:40: vielleicht in fünf Jahren sagen, okay, durch die Arbeit im AI Village, die Arbeit des Kali-Bundesverbandes habe ich das Thema verstanden, habe ich das Thema angenommen,
00:53:49: habe ich mich damit auseinandergesetzt und bin jetzt ein paar Schritte weiter und kann eben mit dem Thema KI jetzt auch umgehen.
00:53:54: Ja, wir haben bei uns im Unternehmen was eingeführt, aufgrund dieser Arbeit.
00:53:58: Ich persönlich habe mich da weitergebildet, weil ich da den ersten Einstieg bekommen habe.
00:54:02: Also, hier tatsächlich Menschen mitzunehmen und für das Thema zu begeistern, das ist, glaube ich, das eine ganz wichtige.
00:54:10: Und dann vielleicht auf einer anderen, nochmal gesellschaftlicheren, politischeren Note.
00:54:14: Wie gesagt, als Bundesverband stehen wir natürlich auch auf einer politischen Ebene.
00:54:17: Das ist das Thema digitale Souveränität, dass wir es also auch schaffen, deutsche bzw. europäische Lösungen hier zu entwickeln.
00:54:23: Dass wir nicht nur von den Amerikanern und von anderen außer europäischen Lösungen irgendwie abhängig sind,
00:54:29: sondern da eben auch was schaffen, wo wir sagen können, wo wir vielleicht auch stolz drauf sein können
00:54:33: und sagen können, hey, hier haben wir jetzt was, hier sitzt ein deutsches Unternehmen, was jetzt wirklich Top-Lösungen entwickelt
00:54:38: oder zumindest mal ein europäisches Gesamtprojekt vielleicht auch was.
00:54:42: Das ist dann was auf einer höheren Ebene, aber das wäre auf jeden Fall ein Wunsch von mir, für den ich mich sehr freuen würde.
00:54:48: Ich hoffe, du bist auf dem besten Weg dahin, gerade auch heute mit dem Gespräch, was wir hier geführt haben.
00:54:53: Vielen, vielen lieben Dank, Alex, weil ich glaube, du hast ganz vielen Leuten heute Mut gemacht, einfach mal anzufangen.
00:54:59: Du hast konkrete Wege aufgezeigt, wie man einfach mal anfangen kann.
00:55:03: Und ich hoffe, dass das den einen oder anderen Hörer dazu animiert, jetzt gleich vielleicht in einen Dialog mit Chechipiti zu gehen
00:55:10: über die eigene AI-Zukunft des Unternehmens.
00:55:13: Ich wünsche mir das und ansonsten könnt ihr dich auf jeden Fall jederzeit oder dein Team zumindest anrufen, sagen wir es mal so.
00:55:22: Und beim Maya-Village vorbeikommen.
00:55:24: Ja, auf jeden Fall, wie gesagt, wir sind erreichbar für alle Fragen, auch für alle Ideen offen natürlich, für alle irgendwelche Formate, die man nochmal umsetzen kann.
00:55:32: Vielleicht hat da noch jemand eine ganz, ganz coole Idee.
00:55:34: Und ansonsten auch von meiner Seite, vielen lieben Dank, dass ich heute hier sein durfte.
00:55:37: War ein sehr angenehmes Gespräch, freut mich immer auch über das Thema einfach zu sprechen.
00:55:42: Genau.
00:55:44: Danke Alex, vielen lieben Dank.
00:55:46: Danke gleichfalls.
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