Marketing im Wandel: Wie KI Content radikal verändert – und wie du die Chancen richtig nutzt
Shownotes
KI verändert, wie wir Content entwickeln – schneller, günstiger und kreativer als je zuvor. In dieser Folge spreche ich mit Tobias Haucke, der Kreativteams bei ihrer AI-Transformation begleitet.
Wir reden darüber, wie Fotoshootings, Kampagnen oder ganze Spots heute schon KI-basiert entstehen, warum Abwarten keine Option ist und welche Fehler Führungskräfte vermeiden sollten, wenn sie ihr Team fit machen wollen. Außerdem erklärt Tobias, wie Workflows und Tools den Alltag radikal vereinfachen – und warum KI nicht nur Prozesse optimiert, sondern völlig neue kreative Möglichkeiten eröffnet.
Wie KI wirklich wirkt – Klar. Kritisch. Inspirierend. Raise the Potential.
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Tobias LinkedIn Profil: www.linkedin.com/in/tobias-haucke Tobias YouTube Kanal: https://www.youtube.com/@Prompt.Try.Repiet Kampagne vom Eisteehersteller mit AI Models: https://www.linkedin.com/posts/tektite-tvrauch-eistee-journey-activity-7340327715398479874-h60s?utmsource=share&utmmedium=memberdesktop&rcm=ACoAABxW4ZABjoS6eD_cmwKlziY2OMQh6naX7VE Workflow Tools: https://www.weavy.ai/ https://www.comfy.org/ https://www.florafauna.ai/
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00:00:03: Bei ihr im Marketing, für die eines ist nur ein Buzzword, die anderen schon jetzt ein Game Changer.
00:00:10: Texte, Bilder, Videos oder ganze Kampagnen, die Art und Weise wie wir Content entwickeln, ändert sich gerade radikal.
00:00:17: Früher hieß Marketing oft viel Budgets, große Teams, lange Prozesse.
00:00:21: Heute reicht manchmal sogar ein kleines Team mit verschlauen Tools und es entstehen Ergebnisse, die vor zwei Jahren noch völlig undenkbar waren.
00:00:32: Aber es geht nicht nur um Technikspielereien, sondern um die Frage, wer traut sich diese Möglichkeiten wirklich ins eigene Marketing zu bringen?
00:00:41: Wer bleibt neugierig und wer klebt an seinen alten Routinen?
00:00:46: Darüber sprechen wir heute bei AI&Y Business Talks.
00:00:49: Mein Gast ist heute Tobias Hauke.
00:00:51: Er kennt die Medien- und Kreativwelt von innen, berät heute Kreativabteilungen bei der AI-Transformation.
00:00:58: und zeigt ihnen, wie aus Visionen handfeste AI Workflows wirklich werden und was Unternehmen jetzt tun müssen, um vielleicht nicht abgehangen zu werden.
00:01:07: Tobi, schön, dass du da bist.
00:01:08: Schön hier zu sein, danke für die Einladung.
00:01:11: Tobi, du hast ja einen schrägen Karriere-Start hingelegt, kann man sagen.
00:01:15: Du hast mit seriösem Journalismus begonnen, im öffentlich-rechtlichen tatsächlich gearbeitet, als Freier für den Spiegel online geschrieben und bis dann... ... als Redakteur im Reality TV gelandet.
00:01:28: Ich
00:01:29: dachte gerade, du sagst, du bist dann abgedriftet.
00:01:30: Du bist dann besser abgestürzt.
00:01:33: Vielleicht hast du ja sogar einen Fortschritt.
00:01:34: Das wirst du uns gleich bestimmt erklären.
00:01:36: Du hast die Geistens mit produziert, die Wallneys.
00:01:39: Und hast einen Traumjob im kreativen Storytelling tatsächlich gemacht.
00:01:43: Du hast DSDS mit produziert.
00:01:45: Wer
00:01:45: mitproduziert ist ein bisschen zu hochproduziert wäre, wenn ich Produzent wäre.
00:01:49: Das war ich natürlich nicht.
00:01:50: Ich habe auf jeden Fall damit gearbeitet in verschiedenen Funktionen.
00:01:53: Wie viel
00:01:53: Kreativität braucht es denn da in so einem Job eigentlich?
00:01:56: In so einem Job?
00:01:57: Naja, da braucht es Kreativität vor allem an der Stelle, weil man man man balanciert ja immer so zwischen diesen.
00:02:06: Es ist ja irgendwie Unterhaltung.
00:02:08: Es nimmt sich aber selbst natürlich auch Ernst und Format.
00:02:10: Und da muss man natürlich so seinen Weg finden, wie man damit umgeht.
00:02:13: Und grundsätzlich waren meine Tätigkeiten da jetzt nicht super kreativ.
00:02:17: Ich habe vor allem Kandidaten betreut und.
00:02:20: dann auch irgendwann mir, ich weiß nicht, ob dir das Format noch geläufig ist, wie das damals gelaufen ist, da gab es ja
00:02:26: dieses Format.
00:02:27: Du bist ein großer
00:02:27: Fan dieses Formats, genau.
00:02:29: Es war ja so, das eigentliche Vorsingen hat ja nicht immer direkt vor dieser Jury stattgefunden, sondern da gab es ja so eine Forstwahl.
00:02:36: Und da saß ich dann zum Teil auch mal mit in diesen Räumen drin.
00:02:39: Man muss dazu sagen, ich habe nicht mir die Kandidaten angehört und gesagt, könnt ihr gut singen oder nicht, weil da fehlt mir einfach absolut der Sachverstand.
00:02:48: Ich habe das dann eher so aus redaktioneller Sicht mit angeguckt und ja viel erlebt.
00:02:51: Es war auf jeden Fall eine lustige Zeit.
00:02:53: Es war ganz zu Anfang von DSDS.
00:02:54: Es hat ja jetzt auch schon lange Geschichte hinter sich.
00:02:57: Es waren tatsächlich die ersten sechs Staffeln, als ich dabei war.
00:03:00: Und ja, das war spannende Zeit.
00:03:03: Na gut, dann hast du die ganzen Legenden mit erlebt und sicherlich könnten wir einen ganzen Podcast zu diesem Thema füllen.
00:03:09: Aber wir wollen heute eigentlich über was anderes sprechen, nämlich über AI und die KI Unterstützung im Marketing und im Kreativprozess vor allem auch.
00:03:17: Du hast nach diesem Leben im Reality TV tatsächlich Kinoproduktion mit begleitet, um das auch zu erwähnen und hast dann in einer Werbeagentur beim Goldenen Hirschen gearbeitet.
00:03:28: War es wirklich mittendrin in der Werbewelt auch ein ganz anderes Level an Kreativität dann noch gesehen, als es vielleicht im Reality TV dann notwendig ist.
00:03:36: Heute bist du aber im Bereich KI-Content unterwegs.
00:03:41: Wann kam der Punkt, wo du gemerkt hast, okay, das wird vieles verändern, da passiert was.
00:03:48: vor ein bisschen mehr als zwei Jahren, zweieinhalb Jahren.
00:03:52: Es kam immer der Punkt, KI Chatchity PT gibt es ja jetzt, ich weiß gar nicht, wann es wirklich angefangen hat, wann es das Tool wurde, was so einfach zu nutzen ist.
00:04:04: Mir ist allerdings nicht zuerst Chatchity PT begegnet, sondern mir sind vor allem die Bildmodelle als erstes begegnete, mit denen man halt Bilder erstellt.
00:04:11: Und ich habe mein ganzes Leben ja nicht nur kreativ gearbeitet, sondern vor allem auch in der Produktion.
00:04:16: zwar immer aus der redaktionellen perspektive also ich habe sozusagen mir den inhalt ausgedacht aber ich war natürlich immer sehr eng an der produktion dran.
00:04:22: das heißt wie erstellt man zum beispiel fotos wie erstellt man video wie produziert man den content den man haben will?
00:04:30: und das ist immer mit vielen restriktionen verbunden klar weil produzieren kostet geld besonders wenn man jetzt höherwertige werbeproduktionen sich an guckt oder auch kinoproduktion.
00:04:39: das ist einfach teuer.
00:04:41: Und irgendwann kam der Moment, wo ich gemerkt habe, das war am Anfang, die weiß ich nicht, ob du dich erinnerst, die ersten Bildmodelle.
00:04:47: Das war ja eine Katastrophe so gesehen aus heutiger Sicht, was da erstellt wurde.
00:04:52: Aber ich habe damals schon gedacht, wenn das das Schlechteste ist, was damals zu erstellen war, wo führt das alles hin?
00:05:00: Weil letztendlich konnte man plötzlich Dinge, die sonst nur mit sehr viel Aufwand, mit Set Design, mit Planung, mit Kamera und Licht, mit allem, was wir hier auch sehen, mit sehr viel Aufwand herzustellen.
00:05:11: konnte man plötzlich mit einem Pond herstellen.
00:05:13: Und die konsequenz davon, die ultimative Konsequenz weiß ich heute nicht, weiß keiner, wo das alles hinführen wird.
00:05:22: Aber es war mir schon klar, dass sehr, sehr viel verändern wird.
00:05:23: Und dann habe ich mich da voll reingestürzt.
00:05:25: Dann war das direkt für mich, okay, damit, damit will und muss ich mich beschäftigen.
00:05:30: Jetzt hören wir einen halben, dass man mit AI tatsächlich seine Kreativabteilung heute wirklich ernsthaft unterstützen kann.
00:05:36: Viele von unseren Zuhörern, die werden eben auch schon mal mit Mitjournieren oder irgendeinem anderen Modell vielleicht irgendwie versucht haben, Bild zu erstellen.
00:05:42: Was da hinten rauskommt, ist manchmal trotzdem noch sehr enttäuschend.
00:05:46: Was steckt wirklich hinter diesem Bullshit-Bingo?
00:05:49: AI unterstützte, Kreativabteilung?
00:05:51: Was steckt da wirklich schon heute dahinter?
00:05:52: Was kann man da heute schon wirklich machen?
00:05:53: Ist das wirklich nutzbar?
00:05:55: Es ist nutzbar.
00:05:56: Es ist definitiv nutzbar.
00:05:57: Man muss dazu sagen, du kannst mir die Frage heute stellen und in einem Monat, dann ist die Antwort schon wieder anders.
00:06:02: Im Moment geht die Entwicklung so schnell.
00:06:05: dass vieles sich wirklich im Wochentakt überlebt.
00:06:09: Aber man kann es jetzt schon nutzen.
00:06:10: Also wenn, wenn man ganz konkret, wenn man sich zum Beispiel Fotoproduktion anguckt.
00:06:15: Also ich arbeite in der Marketing-Abteilung von einem beliebigen Unternehmen, einem beliebigen Mittelstände.
00:06:20: Ich stelle mein Ding Leuchtmittel her.
00:06:23: Okay.
00:06:23: Als Beispiel.
00:06:24: Ja.
00:06:25: Dann habe ich in der Marketing, besonders in der Kommunikation, habe ich verschiedene, verschiedene Stellen, wo ich Fotoproduktion nutzen kann.
00:06:32: Zum Beispiel.
00:06:33: um meinen Shop damit zu bestücken.
00:06:35: Aber auch für Kommunikationsmaßnahmen in Social Media usw.
00:06:39: Fotoproduktionen weiß jeder, sind extrem teuer, besonders wenn sie gut aussehen sollen.
00:06:44: Ich kann inzwischen komplette Fotoshootings ersetzen durch AI-Modelle, die im Grunde auf Grundlage von, wenn ich zwei Fotos oder drei Fotos von meinem Produkt habe, aus verschiedenen Perspektiven, die müssen auch nicht besonders hochwertig produziert sein, die müssen nicht besonders toll ausgeleuchtet sein oder von einem Profi gemacht sein.
00:07:02: kann ich mit denen als Grundlage fast alles machen, was ich möchte, visuell.
00:07:08: Und das ist natürlich eine unglaubliche Veränderung, weil das ermöglicht natürlich Unternehmen auf einer auf einer Ebene plötzlich Kommunikation zu machen mit sowohl mit Bild als auch mit Videomaterial, die vielleicht vorher gar nicht daran gedacht haben, weil sie gar nicht die Budgets hatten.
00:07:24: Und das ist tatsächlich sehr konkret.
00:07:27: Ich weiß, es gibt immer noch an vielen Stellen gibt es die Unzufriedenheiten mit.
00:07:31: Das Produkt ist dann nicht hundertprozentig so dargestellt, wie ich das mein Ding brauche als derjenige, der es vertreibt.
00:07:39: Aber auch da hat es gerade in den letzten zwei Monaten extreme Sprünge gegeben durch Bildmodelle, die zum Editieren da sind.
00:07:44: Google hat da ein neues Model zum Beispiel rausgebracht.
00:07:48: Da kommt man jetzt an den Punkt, wo man fast noch nicht zu hundertprozent, aber zu fünfundneunzig Prozent aus einem Bild, aus einem Objekt, aus einem Produkt fast alles machen kann, was man sich vorstellen kann.
00:07:58: Du sagst gerade, es passiert unglaublich viel, wenn ich dich in drei Monaten frage, ist eine ganz andere Zeit.
00:08:04: Viele sind deshalb in so einem Abwachte-Modus und sagen, wir gucken mal, was da noch passiert.
00:08:08: Ist das aus deiner Sicht was, was wir, wo man sich heute schon miteinander setzen muss?
00:08:13: Also unbedingt anfangen, weil also ich kenne natürlich die Haltung.
00:08:17: Ich rede ja auch mit vielen Unternehmen.
00:08:19: Es gibt sowohl die.
00:08:20: einmal einerseits die Haltung von Unternehmen dazu, die natürlich tendenziell sowieso immer eher abwarten sind, weil es ist immer mit Investitionen verbunden, klar.
00:08:29: Und dann kenne ich noch die Haltung von von den Individuen, die damit arbeiten könnten, wie die dazu stehen.
00:08:34: Und bei den Individuen, bei den Menschen, die zum Beispiel in der Kreativbranche arbeiten, kenne ich ganz oft die Haltung, die in die Richtung geht.
00:08:40: Naja, aber wenn sich das so schnell verändert, wieso soll ich mich heute damit beschäftigen?
00:08:44: Ich warte drei Monate, dann ist das weiter und dann dann springe ich auf den Zug sozusagen.
00:08:50: oder noch besser, irgendwann wird es Adobe geben mit der All-in-One-Lösung und dann sind es alles nur noch Plug-ins und dann kann ich das alles in der Eintracht.
00:08:56: Und dann kommt das zu mir, ich muss da nicht hingehen, sondern das wird mich schon irgendwie erreichen und in meinen workflow.
00:09:00: Genau.
00:09:01: Nur gerade weil die Entwicklung so schlecht ist, kann man genau so schnell ist, kann man genau das nicht machen.
00:09:07: Weil im Moment ist es so, wenn ich wissen will, entweder als Person, die ich in Marketing arbeite oder als Unternehmen, wie kann ich denn wirklich AI in Prozessen einsetzen, dass es wirklich die Arbeit effizienter gestaltet und wirksam ist.
00:09:19: dann kann ich das nur herausfinden, wenn ich mich mit den Lösungen, die es jetzt schon gibt, auseinandersetze, diese Lerne, die Verstehe und dann darüber nachdenken kann, wie kann ich das in Prozesse implementieren?
00:09:30: Wenn ich abwarte, so blöd klingt, werde ich nie damit anfangen.
00:09:34: Wie ist denn die typische Reaktion, wenn du das jetzt Leuten zeigst, also du gehst als Berater in die Unternehmen rein und zeigst denen das und sagst, guck mal hier, so könnt ihr in Zukunft ein Fotoshooting ersetzen.
00:09:44: Was ist die erste Reaktion der Leute?
00:09:45: Also vielleicht auch das nochmal geteilt, vermutlich nach Was sagt das Ziel-Level, was sagen die Mitarbeitenden, die immer da arbeiten müssen?
00:09:51: Also im Moment, da hat sich tatsächlich auch noch mal ein bisschen was in den letzten Monaten getan, weil gerade ganz viele noch mal Sprüngeentwicklungstechnisch passiert sind.
00:10:00: Im Moment ist tatsächlich die Reaktion einfach nur, wow.
00:10:04: Also das ist möglich, wirklich das
00:10:07: geht.
00:10:09: Das ist tatsächlich, da sind die Leute wirklich, die stehen da zum Teil mit offenen Mund.
00:10:13: Und das wiederum ist ein bisschen geteilt zwischen.
00:10:16: Viele sehen darin natürlich unendlich viele Möglichkeiten, gerade wenn sie ihr eigenes Berufswerk kennen.
00:10:20: Sie wissen zum Beispiel, mein Gott, ich muss jedes Jahr im Produktkatalog bestücken mit sonst wie Fotos und das ist immer so ein Aufwand.
00:10:26: Wir haben eine neue Produktreihe, die wirklich alle ins Shooting reinzubringen und dann die Ergebnisse mit Nachbearbeitung und dann sehen die plötzlich, naja, das geht im Grunde in einem Workflow.
00:10:35: Dann sehen die natürlich Möglichkeiten.
00:10:37: Es gibt aber auch und meistens ist das bei den meisten Menschen, ist anteilig von beidem ein bisschen was.
00:10:42: Es gibt aber auch den Teil, wo sie sagen, erschreckend.
00:10:45: Erschreckend, dass das möglich ist.
00:10:48: Und dann kommt natürlich auch schnell das Gefühl, was auch total verständlich ist, inwieweit bedroht das auch meine eigene Tätigkeit, meine Fähigkeiten, wie ich im Moment arbeite, wie werde ich in einem halben Jahr, einem Jahr, fünf Jahren arbeiten, werde ich überhaupt noch hier arbeiten, was wird mein Unternehmen im Marketing machen und so weiter.
00:11:03: Und das kann ich auch verstehen.
00:11:06: Was ich nur, wo ich nur raten würde zu, die Reaktion, finde ich, sollte darauf sein, so viel wie möglich darüber in Erfahrung zu bringen.
00:11:14: um sich dann dieser Veränderung zu stellen und mit dieser Veränderung zu gehen.
00:11:19: Weil sich zurückzuziehen und zu sagen, oh Gott, das ist erschreckend.
00:11:21: Ich schiebe das erstmal beiseite.
00:11:23: Ist, glaube ich, wirklich nicht gut.
00:11:26: Okay, ist ein klarer Rat an die Mitarbeiter, die sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, sich tatsächlich zu öffnen, Sachen einfach auszuprobieren.
00:11:33: Man kann ja relativ wenig falsch machen, tatsächlich auch.
00:11:36: Wenn es einfach mal rumprobiert, kostet halt Zeit.
00:11:39: Aber... Was würdest du Liedern, Führungskräften empfehlen, die Mitarbeiter haben, die eben vielleicht einfacher in Schockstarre geraten, wenn sie so was sehen?
00:11:47: Ja.
00:11:48: Also erstmal muss man sich, finde ich, als Führungskraft, sagen wir so, die Leute, die sich das hier anhören, die sind schon an dem Punkt, dass sie sagen, okay, irgendwie weiß ich, da ist was, da passiert was, ich sollte mich damit beschäftigen.
00:12:00: Ja, oder meine Mitarbeiter sollen sich auch damit beschäftigen.
00:12:02: Genau, so.
00:12:04: Das heißt, diese erste Phase, was ich immer eigentlich empfehle ist, sich das erstmal erstmal so eyeopening anzugucken überhaupt erstmal mit irgendjemandem zu reden, den man sich vielleicht von außen holt der einem zeigt das geht alles einfach nur um einfach mal um Möglichkeiten aufzumachen.
00:12:18: Einfach mal darüber nachzudenken weil für viele ist tatsächlich sind die Möglichkeiten soweit, dass sie erstmal erstmal Gefühl dafür kriegen müssen.
00:12:24: und der zweite Schritt ist was sich Unternehmern auf keinen Fall rate.
00:12:28: was zu viele tendieren ist zu sagen wir haben da jetzt eine Marketing Abteilung Und wir haben da Mitarbeiter XY, der ist ein bisschen Technikaffin und der soll jetzt mal zwanzig Prozent seiner Zeit darauf verwenden, sich ein bisschen mit AI aufzuschlauen und dann soll er uns mal in einem wöchentlichen oder zwei wöchentlichen Tonus irgendwie auf den neuesten Stand bringen und dann gucken wir mal, wo das hinführt.
00:12:49: Das wird nicht funktionieren.
00:12:50: Das wird funktioniert nie.
00:12:52: Aus mehreren Gründen.
00:12:54: Mit zwanzig Prozent seiner Zeit, egal was der Mitarbeiter, wird ja zu hundert Prozent ausgelastet.
00:12:58: Er wird ja ne Jahr achtzig Prozent Auslastung haben und zwanzig Prozent nur rumsetzen, die er jetzt dafür verwenden
00:13:02: muss.
00:13:03: Irgendwas anderes.
00:13:04: Exakt.
00:13:04: Und in Wirklichkeit ist es so, er kriegt es oben drauf.
00:13:06: Ja.
00:13:07: Und jetzt muss man überlegen, wenn man sich anguckt, das ist eine neue Technologie, die diesen Mitarbeiter potenziell, wenn er sich nicht genug aufschlaut, wo er vielleicht Angst hat, wie ihn bedroht.
00:13:15: Ja.
00:13:16: Wie viel Lust?
00:13:16: Jetzt mal ganz menschlich.
00:13:17: Wie viel Lust hat man damit, sich zu beschäftigen?
00:13:20: Ja.
00:13:20: Eher wenig.
00:13:21: Das heißt, man schiebt es an die Seite.
00:13:23: Der Mitarbeiter wird, Pflicht schuldig, irgendwas machen.
00:13:25: Er wird sich mal mit, dann hier angucken und mal ein bisschen Chat, da gibt es jetzt Chat, dann wird da da ein bisschen Referieren drüber.
00:13:30: Und das ist das Thema durch.
00:13:32: Das heißt, was Unternehmer machen sollten.
00:13:35: Genau.
00:13:35: Ist meiner Meinung nach, sie sollten sich für den Anstoß als Impuls jemand von außen holen, der ihnen Möglichkeiten aufzeigt.
00:13:43: Und dann sollten sie, das kann man nennen, wie man will, eine Taskforce bilden.
00:13:48: Und diese Taskforce, die hat eine ganz konkrete Aufgabe.
00:13:50: Die muss sich die existierende Prozesse angucken.
00:13:53: Und muss gucken, wo kann man wirklich AI jetzt schon implementieren?
00:13:57: In der Regel, glaube ich, ist es auch glug, das von außen angeleitet zu machen, aber nicht ausschließlich von außen im Sinne einer Beratung, die einem dann die vorgefertigten Workflows gibt und einen dann wieder alleine lässt und dann arbeitet man noch mit dem Prozessen und alles ist wunderbar.
00:14:12: Diese Lösung wird nicht funktionieren, weil sich die Dinge so schnell verändern.
00:14:15: Das bedeutet, diese Taskforce... muss auch selber die Bereitschaft haben, sich dauerhaft selber, was die eigenen Fähigkeiten hat, angeht aufzuschlagen.
00:14:25: Ist er beim Ende trotzdem auch erst mal zwanzig Prozent obendrauf oder zu nur sogar fünfzig Prozent obendrauf?
00:14:30: Das heißt, es macht mein Team ja auf jeden Fall erstmal langsamer und ich muss irgendwas streichen, wenn ich möchte, dass man sich mit AI auseinandersetzt.
00:14:37: Das
00:14:37: ist definitiv die Realität und das würde ich auch jedem, der anschränkt, sich aus unternehmerischer Sicht damit oder die Bereitschaft hat, da zu investieren.
00:14:46: Das würde ich auch jedem ganz klar so sagen, wenn jemand zu jemanden, wenn jemand zu einem Unternehmen kommt, als Berater zum Beispiel und sagt, hier gibt es Prozessoptimierung.
00:14:56: Du wirst eine Effizienzsteigerung von so viel Prozent in drei Wochen haben und danach bleibt diese Effizienzsteigerung auch so.
00:15:03: Tut mir leid, das wird nicht.
00:15:04: Also das ist, sagen wir so, sehr öffemistisch, sehr positiv gedacht.
00:15:08: Das wird nicht so sein.
00:15:09: Am Anfang wird es für die für die Mitarbeiter oder die Abteilung.
00:15:14: Das wird erst mal ein Leistungsabfall geben.
00:15:16: Ja, weil das ist auch, sich mit diesen Themen zu beschäftigen und die so zu zu verinnerlichen auch, also auf der persönlichen Ebene als konkreter Mitarbeiter, dass man daraus neue Ideen entwickeln kann, wie man denn jetzt in den Prozessen, die in dem Unternehmen bestehen, wirklich Effizienzsteilung erreichen kann, das so zu verinnerlichen, das bedeutet auch wirklich viel Zeitinvestment,
00:15:37: viel Zeit.
00:15:38: Find ich eine ganz wichtige Wahrheit tatsächlich für Führungskräfte, weil genau es kostet erstmal Energie, es kostet Zeit, bevor es Ein Effekt gibt, wie der Effekt aussieht, da kommen wir gleich nochmal ein bisschen drauf zu sprechen, ob das dann wirklich eine Effizienzsteigerung tatsächlich nachher ist und mehr Output, auch mehr Sichtbarkeit zum Beispiel im Marketing überhaupt bedeutet, da werden wir uns gleich auch noch miteinander setzen.
00:15:58: Aber was ja auch ein Effekt ist, den ich durch den Einsatz von AI habe, ist, ich kann nicht nur mein Fotoshooting, was ich vorher vielleicht einfach teuer bezahlt habe jetzt ersetzen, sondern es gibt glaube ich auch einfach Möglichkeiten, es eröffnet mir Möglichkeiten, Dinge zu tun, Kampagnen zu starten.
00:16:13: die vorher gar nicht möglich gewesen wären.
00:16:15: Gibt es solche Projekte oder hast du dabei Spiele?
00:16:18: Von Dingen, wo man früher gesagt hat, der Aufwand lohnt sich überhaupt nicht oder wäre völlig aus dem Ruder gelaufen.
00:16:24: Das können wir jetzt aber produzieren.
00:16:25: Ja, was ganz Kleines, das mache ich gerade.
00:16:29: Das ist für ein Unternehmen, das macht Marktforschung.
00:16:33: In der Marktforschung, ein großer Teil der Marktforschung beschäftigt sich ja damit, Werbemittel auszutesten, bevor sie on air gehen.
00:16:39: Also ganz konkrete Werbespots.
00:16:42: Das wird in der Regel.
00:16:43: bis dato wurde so gemacht, dass man Testgruppen Storyboards von solchen von solchen Fernsehwerbespots vorgelegt hat.
00:16:53: Die haben sich so angeguckt und haben dann dazu in Interviews qualitativ in Interviews gesagt, wie sie das so finden.
00:16:58: Was ich jetzt mache, ist für ein Unternehmen, das solche Marktforschung betreibt, ich mache aus dem Storyboard, was davor liegt, direkt schon einen Film.
00:17:08: Und das ist natürlich für für das Ergebnis, für die Qualität des Ergebnis, also dieser Befragung, ist natürlich ein Quantensprung.
00:17:16: Also das Unternehmen, für das ich das mache, die sagen, unsere Ergebnisse werden dadurch so viel besser, weil wir im Grunde den Spot nicht fertig produziert.
00:17:23: Das muss man dazu auch sagen.
00:17:25: Das, was ich produziere, ist ja im Grunde sowas wie ein, nennen wir es, Mockup Preview.
00:17:31: Aber eben kein Mockup gezeichnet oder aufgemalt, sondern wirklich als Bewegbild.
00:17:35: Sogar mit Musik, Tone Sound, sogar schon mit dem Sprecher und im Grunde allem, was dabei sein wird.
00:17:40: Aber noch nicht auf dem Level produziert, wie es nach R&R gehen wird.
00:17:43: Aber schon für die Testgucker auf einem Level, dass sie es viel besser bewerten können, als wenn sie es nur halt aufgezeichnet haben.
00:17:49: Das ist ein ganz kleiner Case.
00:17:51: Ich habe letztens eine Kampagne gesehen von einem Eisteehersteller, das hat eine Berliner Agentur gemacht, super smart.
00:17:58: Die haben gesagt, wir machen, wir stellen dem, also das haben sie da hinterher auch in die Kommunikation mit reingenommen, aber eigentlich war das vorher ein interner Prozess.
00:18:06: Wir machen ein Casting.
00:18:08: für diesen TVC, für diesen Werbespot, ausschließlich mit AI-Models.
00:18:13: Also da treten ja keine echten Menschen mehr einen Spot auf.
00:18:16: Aber auch diese AI-Models, die im Grunde nur Coats sind, die werden vorher gecastet.
00:18:21: Schon dieses
00:18:22: Casting.
00:18:23: Dieses Casting haben sie dann tatsächlich auch dem Kunden so vorgestellt.
00:18:26: Der hat die abgenommen.
00:18:28: Die haben auch gesprochen und die haben ihre Persönlichkeit dargestellt.
00:18:32: Also man hat die Kennen vermutlich kennengelernt.
00:18:34: Der Kunde konnte sich dann entscheiden für... ... für so ein eins, zwei und drei und die tauchen dann später auch im Spot auf.
00:18:39: Das ist etwas ... ... und die Produktion des Spots als solches war auch komplett mit AI.
00:18:43: Okay.
00:18:44: Auch auf einem Level, das ... ... ich meine, ich habe so sehr nicht hinter die Kulissen geguckt, ... ... aber ich ... ... von den Kunden, dann sage ich mal von dem Segment her weiß ich, ... ... da ist jetzt nicht so viel Budget da, ... ... der Spot sah aber nach sehr viel Budget aus.
00:18:57: Weil im Grunde, was da passiert ist, ... ... da ist ein ... ... potenzieller Kunde, eine Kunde, die ist ... ... hat diesen Tee getrunken, ist ja in eine Traumwelt gegangen und ist ... im Grunde durch so eine Barbie Welt geflogen und also etwas was sehr aufwendig zu produzieren ist viel CGI, ein bisschen Studio also eine relativ hohe Production Value.
00:19:13: Der aber komplett mit AI erzeugt wurde.
00:19:15: und ich sag mal so, um auf deine Frage zurückzukommen, das wäre vorher einfach nicht möglich gewesen.
00:19:18: Dieser Kunde hätte diesen Spot vorher nicht gemacht und schon gar keinen AI Casting am Anfang.
00:19:23: Und um deine Frage zu beantworten, hier werden plötzlich auf einem Level, auf einem Qualitätslevel Produktionen für bestimmte Unternehmen in den bestimmten Segmenten möglich, die vorher einfach.
00:19:35: das wäre nicht passiert, weil das einfach out of budget gewesen ist.
00:19:39: Bleiben wir mal kurz konkret bei deinem Leuchtenhersteller.
00:19:41: Beispiel, was wir eben hatten.
00:19:43: Du hast also jetzt so ein Leuchtenhersteller und der kann auf einmal ein Fernsehqualität produzierten Werbespot bauen.
00:19:50: Braucht der das überhaupt?
00:19:51: Vielleicht braucht das nicht.
00:19:52: Also das kann sein, dass er es braucht, das kann sein, dass er es nicht braucht.
00:19:56: Also broad media.
00:19:58: Also
00:19:59: Fernsehspots sein, aber der kann jetzt auf einmal.
00:20:04: Genau, deswegen ist es eigentlich.
00:20:06: Das Beispiel bezieht sich.
00:20:07: Ich habe jetzt immer von Fernsehspots geredet.
00:20:09: Aber.
00:20:10: Was ja bei Fernsehspots muss man auch dazu sagen, was dazu käme, wenn man das macht, machen wir noch ein sehr großes Media Budget.
00:20:14: Das ist endlich eine Produktion an sich.
00:20:16: Das haben viele gar nicht und brauchen sie vielleicht auch gar nicht, weil sie gar nicht im Broad Media stattfinden wollen.
00:20:20: Was sie aber vielleicht machen wollen, ist ihre Social Kanäle bespielen und ihre Social Kanäle.
00:20:26: Ich meine viele Social-Kanäle von Unternehmen, die man sich anguckt, da merkt man schon, naja, das ist ein bisschen der Pflichtschuldigkeit halber, ne?
00:20:34: Da weiß man irgendwie in dem Segment, der Wettbewerber hat auch seinen Kanal.
00:20:39: Das muss halt irgendwie sein, ne?
00:20:41: Und es ist aber auch nicht so viel richtig viel Geld da in der Marketingabteilung.
00:20:44: Und der Contentplan wird auch eher so einmal im Monat gepflegt und dann muss man mal gucken.
00:20:48: Und da hatten wir ja noch die alten Bilder, die wollen wir jetzt aber nochmal auf den Kanal bringen, kann ja auch niemand da eine Caption zuschreiben.
00:20:53: Ich
00:20:54: glaube, ich den viel Marketingabteilung.
00:20:57: Das ist ja auch nicht, also ich meine, das ist ja den Bedingungen geschuldet, weil einfach nicht mehr Budget da ist.
00:21:03: Aber was ist denn, wenn dieses Unternehmen mit dem selben Budget, mit dem selben personellen Aufwand plötzlich tatsächlich regelmäßig Content produzieren kann?
00:21:09: Weil der Aufwand pro Content piece einfach unfassbar viel geringer ist.
00:21:15: Wir reden da ja immer von, also ganz konkret von sogenannten Workflows.
00:21:18: Vielleicht ist das auch interessant für die Leute mal zu wissen, was denn Workflow in dem.
00:21:23: in dem Zusammenhang bedeutet.
00:21:25: Also Workflow klar, wissen wir alle irgendwelche Prozessschritte, die zu einem Ergebnis führen in der Arbeitswelt.
00:21:30: Bei AI-Prozessen ist das deswegen so wichtig, weil ganz oft werden verschiedene Modelle miteinander kombiniert.
00:21:37: Wir kennen das zum Beispiel, man fängt an, man fängt seine Reise an jetzt mal ganz trivial bei ChatGPT, um ein Bildfront zu erstellen.
00:21:43: Das ist das erste Tool.
00:21:45: Das zweite Tool, das kann man inzwischen auch in ChatGPT machen, aber wäre ein Bildmodell, zum Beispiel Gemini von Google.
00:21:51: Dann mache ich dann nämlich den Prompt und produziere daraus ein Bild.
00:21:54: Der dritte Schritt könnte dann sein, eine Bildbearbeitung in irgendeiner Form das Bild zuzuschneiden, was auch immer das Licht zu verändern.
00:22:01: Das könnte ein Bildveränderungstool sein.
00:22:03: Gibt es auch inzwischen von Gemini heißt Nano-Banana lustigerweise.
00:22:07: Der vierte Schritt wäre vielleicht aus diesem endgültig bearbeiten Bild ein Video zu machen.
00:22:12: Das Ganze ist ein Workflow.
00:22:14: Das ist deswegen so wichtig, weil hier verschiedene Modelle miteinander kombiniert werden, die alle irgendwie eine Teilleistung erbringen, um mein Ergebnis herzustellen.
00:22:20: Genau, ich meine, ich muss das ja auch können als Mitarbeiter, das irgendwie zu orchestrieren, zu gucken, was mache ich jetzt in dem Tool, danach nehme ich es mit zu dem Tool.
00:22:27: Das ist eine Kompetenz,
00:22:29: aber der Zauber da drin ist, dass man inzwischen solche Workflows in Tools zusammengenommen bauen kann.
00:22:38: Notenbasiertes Arbeiten ist da das Stichwort.
00:22:41: Und das ist etwas, das empfehle ich, also... Wenn ich berate, dann geht es am Ende, kommen wir immer in diese Richtung.
00:22:46: Workflows bauen die verschiedene Fähigkeiten von verschiedenen Tools oder Modellen, AI-Modellen miteinander verbinden und am Ende eigentlich ein Ergebnis produzieren, was für das jeweilige Unternehmen relevant ist.
00:22:57: Das heißt, wie stelle ich mir konkret so ein Workflow vor?
00:22:59: Ich habe ein Bild von der Veranstaltung, ich habe irgendwie einen kleinen Text, weil wir irgendwie was auf einer Messe waren oder so, als Leuchtenhersteller.
00:23:07: Das schiebe ich vorne rein und der Workflow macht was daraus oder wie funktioniert das wirklich konkret?
00:23:12: Also
00:23:12: bleiben wir mal vielleicht bei dem Beispiel Fotoshootings.
00:23:15: Nehmen wir mal an, ich will von einem Objekt, einem Produkt, verschiedene Ansichten haben oder das in verschiedenen Settings.
00:23:24: Also ich will es vielleicht mal ganz neutral in einem Studio-Setting für weißen Hintergrund.
00:23:27: Ich will es vielleicht einfach am Strand.
00:23:29: Ich weiß nicht, wo ich es noch fotografieren will.
00:23:31: Oft zum Beispiel Interior Design.
00:23:33: Also wenn ich hier ein Produkt habe, das den Interior Design stattfindet.
00:23:37: will ich vielleicht verschiedene Settings, verschiedene Räume haben.
00:23:39: Nehmen wir an so ein Sofa, ein Stuhl.
00:23:43: Was ich machen kann, ich baue mir einen sogenannten Workflow, ich nehme ein solches Stuhl, das nodebasiert arbeitet und dann nehme ich erstmal die Fotos, die ich von diesem Produkt habe, von diesem Stuhl habe.
00:23:54: Vielleicht sind das nur ganz schlechte, nur mit dem Handy aufgezeichnete Fotos.
00:23:56: Nicht besonders toll geleuchtet, da steht irgendwie der Hintergrund, ist nicht wirklich neutral, weil ich keine Zeit hatte, das im Stuhl aufzumachen.
00:24:02: Ich habe auch keinen Fotografenbeauftrag.
00:24:04: Ich habe das nur schnell selber gemacht.
00:24:06: Dann kann ich mit diesen Fotos erstmal, als nächstes im nächsten Schritt in diesem Workflow, kann ich erstmal sozusagen neutrale Bilder damit machen, also vor Weiß im Hintergrund, verschiedene Ansichten vorne, links, rechts und so.
00:24:17: Nächster Schritt, als Notbasiertes Arbeiten, deswegen zeige ich ihr mal so viel, funktioniert tatsächlich so, dass man einzelne Notes, deswegen Notbasiert, mit so Schnüren miteinander verbindet.
00:24:27: und einem passiert das eine und den nächsten passiert das andere.
00:24:29: Im nächsten Knotenpunkt passiert, dieser Stuhl wird jetzt in ein... Eine Ahnung, achtziger Jahre Zimmer gesetzt.
00:24:38: Im nächsten Knoten oder Parallel dazu passiert, dieser Stuhl wird jetzt in ein, was das Sunny Beach Environment ist, auch egal, irgendwo hingestellt.
00:24:46: Das heißt, ich baue mir einmal diesen Workflow?
00:24:48: Und dann kann ich ihn aber immer wieder verwenden.
00:24:49: Das heißt, sie schiebt dann vorne immer wieder Bild rein und sagt, habe ich mal schnell gemacht oder hat mein Hersteller irgendwo gemacht?
00:24:55: und du schiebst das da rein und der gleiche Workflow wird für das neue Bild wieder durchlaufen.
00:25:00: Ich muss es nicht wieder von vorne händisch machen, sondern alle Schritte werden automatisiert
00:25:05: ausgeführt.
00:25:05: Und vor allem kann ich auch unglaublich viele Schritte parallel ausführen.
00:25:07: Und ich kann dann auch hinten raus noch sagen, poste mir dazu jetzt in Social Media bitte.
00:25:11: Ein Post, das wir neues Produkt am Markt haben.
00:25:13: Also wenn ich die Automation, das ja das Stichwort, was viele im Moment hören, wenn ich die Automation jetzt sehr aufwendig baue, kann ich natürlich auch noch sagen, dass ich die Auslieferung oder die Ausspielung damit steuern.
00:25:25: Wobei ich allerdings auch vorsichtig sein würde, im Moment gibt es sehr viele Leute, die unterwegs sind, die workflows in die Welt raus postulieren, wo sie sagen, das ist ja sozusagen die eierlegende Welt, wollen mich so, da gibts du am Anfang, gibts du einfach nur rein.
00:25:40: Ich bin der Möbelersteller XY und ich will dreimal in der Woche ein Post haben und am Ende kommt der Post rein, der auch noch automatisch gepostet wird.
00:25:49: Ich muss ganz ehrlich sagen, in der Regel funktioniert das so nicht, weil erstens sind solche Workflows doch sehr komplex zu bauen, wenn es dann auch noch mal ausliefern geht und so.
00:25:58: Da brauchst du schon ein paar Mehrfähigkeiten in deiner jeweiligen Abteilung und zweitens auf dem Weg kann ziemlich viel schief gehen.
00:26:04: Deswegen, solche Workflows sind in der Regel für Teilprozesse sehr, sehr gut.
00:26:08: Teilprozesse, wo du extrem viel schneller.
00:26:10: Meinst du, du musst hundert Fotos ausschneiden.
00:26:12: Setz mal deinen Grafik-Designer ein.
00:26:14: Viel Spaß damit, wie viele Stunden du da sitzt.
00:26:16: Wenn du das automatisiert machen kannst, super geil.
00:26:20: Was sind deine Lieblings-Tools momentan dafür?
00:26:22: Also du hast gerade von so einem notbasierten Workflow-Tool geredet?
00:26:26: Wie?
00:26:27: Wie?
00:26:27: Wie?
00:26:27: Wie?
00:26:27: Wie?
00:26:27: Wie?
00:26:28: Wie?
00:26:28: Wie?
00:26:28: Wie?
00:26:28: Wie?
00:26:28: Wie?
00:26:29: Wie?
00:26:29: Wie?
00:26:30: Wie?
00:26:30: Wie?
00:26:30: Wie?
00:26:31: Wie?
00:26:31: Wie?
00:26:31: Wie?
00:26:31: Wie?
00:26:31: Wie?
00:26:31: Wie?
00:26:31: Wie?
00:26:31: Wie?
00:26:31: Wie?
00:26:32: Wie?
00:26:32: Wie?
00:26:32: Wie?
00:26:32: Wie?
00:26:32: Wie?
00:26:32: Wie?
00:26:32: Wie?
00:26:33: Wie?
00:26:33: Wie?
00:26:33: Wie?
00:26:33: Wie?
00:26:33: Wie?
00:26:33: Wie?
00:26:33: Wie?
00:26:33: Wie?
00:26:33: Wie?
00:26:33: Wie?
00:26:34: Wie?
00:26:34: Wie?
00:26:34: Wie?
00:26:34: Wie?
00:26:34: Wie?
00:26:34: Wie?
00:26:34: Wie?
00:26:34: Wie?
00:26:34: Wie?
00:26:35: Wie?
00:26:35: Wie?
00:26:35: Wie?
00:26:35: Wie?
00:26:36: Wie?
00:26:36: Wie?
00:26:36: Wie?
00:26:36: Wie?
00:26:36: Wie?
00:26:36: Wie?
00:26:36: Wie?
00:26:37: Wie?
00:26:38: Wie?
00:26:38: Wie?
00:26:38: Wie?
00:26:38: Wie?
00:26:38: Wie?
00:26:38: Wie?
00:26:39: Wie?
00:26:39: Wie?
00:26:40: Wie?
00:26:40: Ich benutze eigentlich fast ausschließlich Vivi.
00:26:43: Deswegen, weil das ist genau die richtige Mischung.
00:26:46: Das ist so technisch, dass man zum Beispiel auch einfach irgendwelche AI-Modelle importieren kann.
00:26:54: Also es führt jetzt ein bisschen ins Detail.
00:26:57: Aber man kann sozusagen nicht nur das vorgegebene Custom Set an Modellen, die dort angeboten werden, sondern man kann auch welche importieren, was einem viel Freiheit gibt.
00:27:06: Es ist aber nicht so technisch, dass Leute, die keine IT-ler sind, zusammenbrechen, wenn sie damit arbeiten.
00:27:12: Okay, das heißt, das können potenziell meine Marketing-Mitarbeiter benutzen?
00:27:16: Denn es ist von Kreativen für Kreative gemacht.
00:27:18: Okay.
00:27:18: Das ist der Sinn.
00:27:20: Einer der Gründer ist selber Art Director und der hat irgendwann gesagt, es gibt so ein anderes Tool, Comfy heißt das, was auch sehr viel kann, was aber sehr technisch ist.
00:27:29: und der hat irgendwann gesagt, ich will was Comfy kann, aber ich will das für so Leute wie mich.
00:27:34: die halt eben kein IT-Spezialisten sind, die das einfach schnell irgendwie bedienen können.
00:27:39: Und deswegen ist es sehr, sehr, sehr, sehr komfortabel zu machen.
00:27:42: Okay, jetzt nutzen wir solche Tools.
00:27:44: Wir haben also verschiedene Automationsprozesse uns in We-V angelegt und können jetzt mit ja entweder dem vorhandenen Budget und das die große Frage, was ich habe, also meinen vorhandenen Mitarbeitern oder eben vielleicht mit weniger Mitarbeitern mehr Wirkung erzielen dann.
00:28:01: Also auf jeden Fall kriege ich ja mehr Output erstmal raus.
00:28:03: Entweder mehr Output oder mehr Qualität.
00:28:06: Also ne, eins von beiden oder beides steigerst, du kannst auch
00:28:09: sein.
00:28:09: Was ich mich frage ist, ist es auch mehr Wirkung, weil wenn diese Tools jeder nutzt, dann produziert ihr auf einmal jeder deutlich mehr Content.
00:28:16: Aber ist die Alternative, wenn du es nicht machst?
00:28:19: Ja, wenn ich nicht mache, gehe ich unter.
00:28:21: So, das ist das Problem.
00:28:22: Das heißt, wenn ich momentan schneller bin, ist das die Konsequenz, wenn ich als erster diese KI-Tools adopte, Dann habe ich jetzt eine höhere Sichtbarkeit, erst mal eine Weide lang, bis irgendwann diese Sichtbarkeit soweit runtergeht, weil einfach da draußen so viel Bass im Markt ist, dass ich gerade mit meinem eben gestern noch erfolgreicheren Modell heute einfach nur noch mitschwimmen kann.
00:28:43: Ja, du solltest dir Mühe geben, dass du immer so ein bisschen vor der Welle bist.
00:28:47: Was du nicht machen solltest, ist hinter der Welle zu sein.
00:28:50: Also tatsächlich wird, wir werden, glaube ich, in den nächsten Monaten, Drehme, Schwämme an AI Content oder AI Slop gibt es ja inzwischen diesen Begriff.
00:29:00: Erleben in Social Media, egal ob jetzt Unternehmensgesteuert oder halt auch von Privatpersonen, die Social Media betreiben.
00:29:09: Das wird auch vielen Leuten extrem auf Zeiger gehen.
00:29:11: Da ist ja jetzt schon ziemlich viel Schrott unterwegs.
00:29:16: Nichtsdestu weniger wird sich der Druck auf Marketingabteilung erhöhen, da in irgendeiner Weise mitzugehen.
00:29:22: Weil wenn dein Wettbewerber, bleiben wir bei dem Leuchtmittelhersteller, plötzlich seine Instagram-Kanal sehr ordentlich und gut pflegen kann und die ganze Zeit da präsent ist, vielleicht auch nicht auf einem Niveau wie jetzt eine der größten Markenhersteller, aber eben auf einem soliden Niveau.
00:29:38: und du machst das nicht, ist ja klar, was passiert.
00:29:41: Ja oder ich könnte mich auf den Standpunkt stellen, ich mache das halt.
00:29:44: Noch ein guter alter Handarbeit und man merkt den Unterschied die
00:29:48: Birnen oder
00:29:49: ja den Content.
00:29:50: Man merkt den Unterschied tatsächlich.
00:29:51: Man könnte ja sagen, naja, das eine ist AI-Slop und das merkt auch jeder, dass das eigentlich nur AI-folgefeuerte Beiträge sind, les ich sowieso nicht mehr.
00:29:59: Aber hier bei dem Leuchtmittelhersteller von nineteenhundertneinzig, da bekomme ich noch den guten alten Content.
00:30:05: Das würde erst unterstellen, dass du es unterscheiden kannst.
00:30:09: Also du hast jetzt.
00:30:11: von Posts, also Content geredet, der auch irgendwie vielleicht ein Schrift innehalt hat.
00:30:15: Da kann ich mir das noch eher vorstellen, dass das vielleicht da die manuelle Arbeit doch mal sozusagen angebracht ist, um auch das Gefühl zu vermitteln von, das ist von Menschen auch kuratiert oder zum Teil geschrieben, um sich da besser zu platzieren und eben sich nicht im Vorwurf auszuwechsen.
00:30:31: Das ist auszusetzen, das ist nur R.I Aber auf der visuellen Ebene, also wo soll der Punkt sein, wo jemand auf ein Bild guckt und sagt, naja, das ist echtes, wo du das nicht... Das ist jetzt schon einem Punkt, wo das nicht mehr erkennen kann.
00:30:43: Das heißt, ich glaube, sich auf diese Position zurückzuziehen ist nicht langfristig gut.
00:30:51: Was ist mit anderen Hürden oder Positionen, auf die sich Leute zurückziehen?
00:30:54: Datenschutz, wir wissen nicht, welche Trainingsdaten für das Modell genutzt wurden.
00:31:00: So lange wollen wir das nicht verwenden?
00:31:01: Wir schieben unsere Daten nicht in die USA, irgendwelche Modellen an den Kopf, fast sagst du den.
00:31:06: Ja,
00:31:06: alles total berechtigt.
00:31:08: Es gibt für fast alles Lösungen.
00:31:10: Aber kommen wir erst mal zu dem Punkt berechtigt.
00:31:12: Also es gibt ja verschiedene Rechtsprobleme, sage ich mal in dem Bereich.
00:31:18: Das eine ist die Frage, arbeite ich mit KI oder AI Modellen, deren Datengrundlage ich nicht kenne.
00:31:24: Also die mitunter mit Daten trainiert sind, das hast du ja gerade angesprochen, die fraglich legal trainiert wurden.
00:31:30: So irgendwie.
00:31:32: Dazu gibt es jetzt noch keine Lösung.
00:31:35: Es gibt im Moment ein paar Prozesse, die anhängig sind, vor allem in den USA, wo darüber verhandelt wird.
00:31:41: so richtig klar was dabei rauskommen wird ist noch nicht.
00:31:45: Aber, sagen wir mal so, meiner Meinung nach läuft alles darauf hinaus, dass man sich, dass man irgendwann dazu übergehen wird in der Rechtsprechung, nicht mehr zu beurteilen, war der Input für solche Modelle, egal oder illegal, oder ist es der Output?
00:32:01: Denn es ist ja total klar, wenn ich mit einem Model eine Star Wars Szene generiere, dann ist der Output per se, weil ich... eine IP-Verletze, der ist illegal.
00:32:13: Ob aber das Modell mit Bildmaterial trainiert wurde, mit dem ich arbeite, von dem ich zweifel gar keinen Wissen mehr habe, wie das trainiert wurde, wird irgendwann eine hinfällige Frage werden.
00:32:23: Weil die Sache ist ja auch die, wenn man sich mal Urheberrechte und Leistungsrechte anguckt, der Gedanke sowohl in der deutschen als auch in der angelsächsischen Rechtsprechung ist ja immer, wie viel Wie entsteht Kreativität?
00:32:38: Wo kommt Kreativität her?
00:32:40: Und wir Menschen machen ja im Grunde, wir sind alle KI-Modelle.
00:32:44: Wir machen ja genau dasselbe.
00:32:45: Also wenn ich, egal in welchem Kunstbereich ich unterwegs bin, ich produziere nur Dinge, die aufgrund des Datenmaterials entstehen, das in meinem ganzen Leben lang in mein Gehirn reingeflogen ist.
00:32:55: Und da kann ja auch niemand sagen, aber du hast mal Ereklepten gehört, jetzt darfst du nicht so ein Gitarrenriff machen, so irgendwie.
00:33:01: Das wird nicht funktionieren auf langer Sicht.
00:33:02: Deswegen wird man sich in der Rechtsprechung, glaube ich, sehr sicher.
00:33:05: irgendwann auf die Position zu bewegen, dass man sagt, es geht darum, ob der Output Rechte verletzt, nicht der Input.
00:33:11: Ja,
00:33:11: ich glaube, das Grundproblem ist einfach nur, dass diese ganze Unsicherheit, also auch im rechtlichen Bereich dazu führt, dass Leute sagen, warte mal ab.
00:33:17: Warten
00:33:17: wir mal ab.
00:33:17: Wir gucken
00:33:18: mal, was passiert.
00:33:18: Das
00:33:19: glaube ich, das Unglückste, weil es wird viele geben, die nicht abwarten.
00:33:25: Und in Zweifel sind das deine Wettbewerber.
00:33:27: Und es gibt noch ein anderes Rechtsproblem, wo ich das noch ein bisschen mehr verstehen kann.
00:33:32: Nämlich die Frage, wo lade ich Daten hoch?
00:33:34: Das ist ja der zweite Bereich.
00:33:35: Wenn ich zum Beispiel eigenes Material habe, wo lade ich das hoch?
00:33:39: Und das ist natürlich, wenn ich, gerade wenn ich datenschutzkonform arbeiten will und so, das ist schon eine größere Frage.
00:33:46: Auch dafür gibt es aber eine Regellösung.
00:33:47: Zum Beispiel, wenn ich mit Open Source Modellen nur lokal arbeite.
00:33:51: Es gibt Bildmodelle, die arbeiten so.
00:33:53: Es gibt Videomodelle, die arbeiten so.
00:33:55: Das heißt, ich habe das Model, das KI-Modell bei mir.
00:33:59: Auf meinem Server, auf meinem Rechner, in meinem System und generiere Inhalt auslöschen bei mir.
00:34:04: Das heißt, ich muss nicht auf irgendwelchen Servern irgendwas hochladen, wo ich keine Kontrolle habe, was damit passiert.
00:34:09: So Lösungen gibt es.
00:34:11: Die gibt es nicht immer, nicht für alles, weil Close Source und Open Source bewegen sich in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, aber manchmal sind Open Source Lösungen sogar besser als die Close Source.
00:34:22: Lustigerweise mache ich nicht schnissen, alles Open Source.
00:34:27: Bist du ja kein IT Nerd?
00:34:29: Eigentlich originär.
00:34:30: Wir haben ja eben gerade gehört, wo du herkommst, was du machst.
00:34:32: Jetzt wünschen wir uns eigentlich alle so einen Mitarbeiter wie dich in unsere Kreativabteilung.
00:34:38: Wie hast du das angefangen?
00:34:40: Also, wie bist du selber vorgegangen, als du dir das sprichst heute hier als Experte?
00:34:45: Aber wie gesagt, du kommst ganz woanders her.
00:34:46: Na ja.
00:34:47: Wie hast du das draufgezogen?
00:34:48: Ja, sehr viel, wie soll ich sagen, Interesse geleitete Recherche.
00:34:53: Es gibt ja einen großen Vorteil in diesem Bereich.
00:34:55: Im Grunde kann sich ja jeder Morgen Experte denn.
00:34:58: Weil es gibt ja gar keinen Experten.
00:35:00: Also es gibt vielleicht ein paar Leute, die sehr viel Ahnung von Mathematik haben und die wissen, wie man Modelle trainiert.
00:35:10: Die sitzen irgendwo, ich weiß nicht, in Berkeley oder irgendwo im Silicon Valley und die trainieren Modelle.
00:35:16: Die würde ich mal als wirklich Experten, die solche Modelle aufbauen und trainieren.
00:35:20: Alle anderen und das ist ja auch eine totale Luxus-Situation.
00:35:24: Man kommt ja gar nicht in die Verlegenheit zu sagen, Wie komme ich denn jemals an einen Expertenwissen dran?
00:35:29: Naja, das Expertenwissen ist genau das, was du dir selber drauf schaffst, wenn du dich dafür interessierst.
00:35:33: Was man dazu sagen muss, ist, es ist am Anfang, das würde ich auch jedem sagen, der sich damit beschäftigt, ein bisschen hartes Brot, weil am Anfang es geht einem wirklich um Keks, das sich so schnell verändert.
00:35:48: Also das ist wirklich so.
00:35:49: was, wenn man sich, wenn man sich mal selber, wenn man mal Schulungen macht oder so, ist ja ganz menschlich.
00:35:53: Da denkt man auch irgendwann, Jetzt habe ich das gelernt.
00:35:56: Jetzt kann ich erst mal wieder im Kopf zu machen, zumindest in der nächsten halbe Jahr.
00:36:00: Und hier ist es so, wenn du was gelernt hast, am nächsten Morgen liest du irgendwas nicht so.
00:36:05: Alles schon wieder überholt, nicht alles, aber ein Teil.
00:36:08: Und deswegen ist aber, was sich mit der Zeit einstellt, wenn man sich damit beschäftigt, ist natürlich so eine gewisse Gewöhnung und auch eine Gewöhnung daran, wie schnell die Entwicklung ist.
00:36:16: Und auch fängst irgendwann an, wie immer bei Lernen im menschlichen Gehör, du fängst an, irgendwann Dinge miteinander verknüpfen zu können.
00:36:22: Das kannst du aber nur, wenn du dich... damit beschäftigst.
00:36:25: Und das würde ich wirklich jedem empfehlen, sich damit zu beschäftigen.
00:36:28: So viel wie möglich dazu zu lesen, sich YouTube-Kanäle anzugucken.
00:36:32: Ganz trivial, ne?
00:36:33: Es gibt, es gibt nicht, man muss, es gibt nicht die Schule, auf die man gehen muss, um plötzlich KI zu beherrschen.
00:36:38: Klar,
00:36:38: aber dafür braucht es Zeit, ne?
00:36:39: Du hast ja die Zeit wahrscheinlich im Privaten dann auch einfach genommen.
00:36:42: Und das ist was, was ansonsten Führungskräfte auch zur Verfügung stellen müssen.
00:36:46: Einfach Zeit, um sich erstmal einfach ohne Ergebnis mit dem Thema zu beschäftigen.
00:36:50: Und das, das müssen Sie auch.
00:36:52: Und ich finde es auch... Ein bisschen, weil ich hab das jetzt schon öfter mitgekriegt, dass Mitarbeitern, das so auf die Schultern gehängt wurde.
00:36:58: So ein, du bist jetzt hier der KI-Beauftragte und du erhältst uns jetzt hier sozusagen auf Wissensstand, du machst das so nebenbei oder meinetwegen auch x-prozent, die Wirklichkeit sieht ja dann immer so aus, wie wir eben schon gesagt haben, derjenige kriegt es eigentlich nur obendrauf, macht sein normales Arsch und Einspann und so weiter.
00:37:12: So.
00:37:13: Und das finde ich ein bisschen von Führungskräften, das ist nicht ganz fair, weil... Weil das Ergebnis ja auch nicht klar ist.
00:37:20: Der Mitarbeiter hat ja keine konkrete Aufgabe.
00:37:22: Dem wird ja im Grunde nur gesagt, schaffe dir das Wissen drauf und sag uns mal, wie uns das helfen kann.
00:37:26: Ja, was heißt das?
00:37:27: Das heißt, es ist eine wirklich schwierige Aufgabe und ich finde, dem sollte man auch Rechnung tragen, indem man die Verantwortung gibt, auch die Zeit einräumt oder das Budget oder was auch immer, dass man ihm sozusagen geschützten Raum gibt, dass er das auch wirklich machen kann.
00:37:41: Oder er oder sie natürlich.
00:37:43: Weil das ist, sonst es ist einfach, Es ist nicht leicht, sich damit zu beschäftigen in der Tiefe, dass es wirklich, dass man damit Wirkung entfalten kann.
00:37:52: Und das sollte man den Leuten auch zugestehen, dass sie das auch können und nicht nur einfach so nebenbei stiefmütterlich.
00:37:57: Okay, jetzt hat jemand in angemessener Weise Zeit dafür zur Verfügung gestellt bekommen.
00:38:01: Wo fängt der an?
00:38:02: Was ist dein, was wäre der erste Schritt, den er machen soll?
00:38:05: Tatsächlich soll er sich ein Prozess raussuchen in seinem Arbeitsalltag und versuchen, den er als Unterstützer oder soll er sich einfach mal GPD runterladen?
00:38:13: Oder was ist der richtige Weg?
00:38:16: Ich denke auch, das ist so inzwischen.
00:38:21: Ja, was er sich anguckt, ganz konkret.
00:38:24: Man kann sich natürlich sehr breit über KI informieren.
00:38:27: Es gibt sogar Kurse von Google, die umsonst angeboten werden würde, die angucken, wie Sprachmodelle funktionieren und so.
00:38:33: Das wird einen nicht viel weiterbringen.
00:38:34: Und vor allem, das bringt eine Ecke, dass man irgendwann sagt, was soll ich mit dem ganzen Zeug.
00:38:38: Deswegen ganz konkret einen Prozess raussuchen, zu sagen, ich habe folgende Aufgabe, XY.
00:38:44: Ich weiß die Aufgabe z.B.
00:38:46: irgendwas mit Fotos zu tun oder mit Video.
00:38:48: Ich weiß, irgendwie passiert da ein Moment was in diesem Space, irgendwas mit Fotos und Videos.
00:38:53: So, jetzt überlege ich mal, wo könnte mir denn das wirklich Zeit sparen?
00:38:56: Also, am besten guckt man sich die Prozesse an, die stupide sind, aber viel Zeit fressen.
00:39:02: Sucht sich einen davon raus und sagt, jetzt versuche ich, diesen Prozess effizienter zu gestalten, mit dem Einsatz von Eidholz im Medialfall mit dem kompetenten Workflow, der das für mich löst.
00:39:13: Und auf der Reise dahin kann ich garantieren, man wird nie da enden, dass man sagt, der Workflow ist jetzt genau dieses Problem, mit dem ich sozusagen am Anfang gestartet bin.
00:39:21: Aber man wird so viel lernen, dass man plötzlich in Randbereichen, über die man noch gar nicht nachgedacht hat, die auch die eigene Arbeit betreffen, plötzlich sagt, da hab ich ja da probiert, das kann ich jetzt hier einsetzen.
00:39:32: Und da tun sich manchmal Wunder auf, wirklich.
00:39:34: Ich glaube, man lernt vor allem auch dann, wenn man offen ist, weil was wir erleben auch bei unseren eigenen Mitarbeitern ist, Das ist natürlich das erste Ergebnis, was aus so einem Prozess vielleicht rauskommt, erst mal gar nicht zufriedenstellend ist.
00:39:46: Und viele hören an der Stelle auf und sagen, ja, ich hab das probiert und das ist alles scheiße.
00:39:50: Das Bild ist ja wirklich doof und so was falsch beleuchtet.
00:39:53: Was weiß ich, was kann ich?
00:39:54: So, genau.
00:39:55: So, man muss aber da weitermachen.
00:39:56: Genau.
00:39:57: Man
00:39:57: muss da weitermachen und es ist so die Mischung aus einerseits konkreten Ziel verfolgen, andererseits ergebnisoffen zu sein.
00:40:05: Und das ist für viele natürlich schwierig, weil sie sagen, naja, wenn ich ein konkretes Ziel habe und das nicht erreiche, warum soll ich dann weitermachen?
00:40:11: Aber der Witz ist, es klingt jetzt sehr philosophisch, aber der Witz ist so ein bisschen der wirklichste Ziel.
00:40:16: Also, je mehr du dich damit beschäftigst, desto mehr Türen gehen in deinem Kopf einfach auf.
00:40:20: Und du wirst, es geht, wie viele Momente ich tatsächlich im täglichen habe, wo ich sage, ich habe mir da gestern was durchgelesen und am nächsten Tag bin ich mit einer Aufgabe dran und denk so, das Teil, dieses Puzzleteil kann ich jetzt plötzlich hier einbauen und werde dann...
00:40:33: Okay, wusstest du gestern noch nicht?
00:40:34: Ja, weiss ich gestern noch nicht.
00:40:36: Und das ist dann auch manchmal das wirklich... Also da ist auch ein cooles Gefühl, ne?
00:40:40: Weil das echt ein Erfolgserlebnis ist.
00:40:42: Lass
00:40:42: mal das doch mal ganz konkret machen.
00:40:44: Mal dein Wissen von heute vielleicht auf gestern zu übertragen.
00:40:47: Du hast also früher ja Reality TV produziert.
00:40:50: Wird das in Zukunft ersetzt durch AI generierten Content?
00:40:53: oder wie hättest du mit deinem heutigen Wissen damals Reality TV produziert?
00:40:59: Ja, also das ist total lustig, weil ich glaube vieles im Fernsehen und im Filmbereich wird tatsächlich sich, sagen wir, sehr verändern.
00:41:07: Also vor allem technisches, also Spielfilmproduktion wird sich sehr verändern in Richtung Hybridproduktion und so, also sowohl AI als auch echt.
00:41:14: Reality TV aber ausgerechnet wird, glaube ich, fast immer so bleiben, wie es ist, weil es schon von den Menschen lebt, die da vor der Kamera den Spürkis tun, den sie da tun.
00:41:22: Okay,
00:41:23: das heißt, der Herr Geis ist durch keine KI dieser Welt ersetzbar?
00:41:26: Naja, ob jetzt ausgerechnet der Herr Geis, also der ist ja schon auch immer ein bisschen gleich, ne?
00:41:31: Also da könnte man ja schon überlegen, den immer so ein bisschen zu trainieren, ne?
00:41:34: Da hat man dann so einen Avatar hat.
00:41:36: Weil die Sprüche sind ja auch schon so ein bisschen redundant.
00:41:38: Vielleicht kann man den schon trainieren, aber Reality TV ist lustig, weil viel, viel wird sich verändern im Fernsehenbereich.
00:41:45: Aber ich glaube, das ist was, wo die Leute, die da arbeiten, tatsächlich sagen können, das wird noch eine Zeit lang so bleiben, wie
00:41:50: es ist.
00:41:53: Okay, ganz zum Schluss.
00:41:55: Also, wenn es dann nicht die Geist-Kai ist, stellen wir unseren Gästen immer die gleiche Frage, nämlich wenn du dir einen persönlichen KI-Kopiloten wünschen dürftest für die Zukunft, egal ob der sinnvoll ist oder vollständig verrückt, es kann auch die Geist-KI sein, aber wie würde der aussehen, was würde der für dich tun tatsächlich?
00:42:15: Was würde der, oh Gott, das ist echt mir, also du, ja, stimmt, ich weiß, dass es diese Frage gibt, was würde der tun?
00:42:23: Nein, ich kann es, also ich kann es nur mit so etwas beantworten, was wirklich so, also so bisschen diese... Kinderpoesie Album.
00:42:30: Antwort darauf ist.
00:42:32: Ich möchte unsichtbar sein.
00:42:33: Also es bringt jetzt ein Teil auf.
00:42:35: Also nicht physischen Sinne, weil das wird an der KI nicht können oder vielleicht sogar das.
00:42:39: Aber in irgendeiner Weise an Prozessen und Vorgängen teilhaben, bei denen ich eigentlich nicht zugegen sein dürfte.
00:42:45: Ein Prozess, so ein Röntgenblick.
00:42:47: So ein
00:42:47: Röntgenblick in bestimmte Sachen.
00:42:48: In
00:42:48: welche Sachen?
00:42:50: In Politik zum Beispiel.
00:42:51: Also was im Moment so passiert in dieser Welt ist ja wirklich auch zum Teil nicht schön.
00:42:56: Aber es geht mir jetzt nicht darum irgendwie Sachen aufzudecken oder so.
00:42:59: Sondern manchmal wäre ich einfach gern dabei, wenn so die Dödel, die uns regieren, wenn die sich so miteinander besprechen.
00:43:04: Also wie die da aussehen.
00:43:05: Ich hab mir das ein bisschen... Das
00:43:07: war wahrscheinlich erschreckend.
00:43:08: Ja, genau.
00:43:09: Aber manchmal denke ich mir so, also wie sind sie jetzt wieder darauf gekommen, da würde ich schon gerne mal reingucken.
00:43:15: Und
00:43:15: vielleicht ja... Also ich weiß nicht, wie KI da helfen kann, aber auch hier ist es ja so, das verändert sich so schnell.
00:43:20: Wer weiß, in einem Jahr gibt es eine Videoproduktions-KI, die keine Ahnung, den Hintergrund so, wie wir das aus diesen alten Star-Wars-Filmen und so kennen.
00:43:26: Vielleicht wird es möglich, ich weiß es nicht.
00:43:28: Kubi.
00:43:28: Vielen lieben Dank für die Einblicke, für den kurzen Überblick.
00:43:32: Ich fand es super spannend, so ein einfach zu sehen, welche Begeisterung du von dem Thema sprichst und auch nochmal zu hören, was wirklich heute schon möglich ist und dass es sich lohnt, jetzt loszugehen und eben nicht abzuwachten einfach.
00:43:43: Wir werden so ein bisschen was von den Themen, die du gerade erwähnt hast, die Tools und auch einige von den Projekten in den Show Notes auf jeden Fall verlinken, sodass man das sehen kann und ein bisschen nachlesen kann.
00:43:52: und ansonsten kann man dich natürlich auch als Berater immer gerne kontaktieren glaube
00:43:57: ich.
00:43:57: Ja, kann man.
00:43:58: Na klar, AI.
00:44:00: Insofern, vielen lieben Dank und bis zur nächsten Folge von AI & Y.
00:44:04: Dankeschön.
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